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Turnierbericht: Limited-PPTQ

Am vergangenen Sonntag habe ich mich mal wieder auf ein etwas höherklassiges Turnier verirrt. In einem meiner Stamm-Spieleläden fand ein PPTQ im Format Kaladesh-Sealed statt. Grundsätzlich finde ich, dass PPTQs zu den interessanteren Turnieren gehören, da die Teilnahme an einem PTQ auf dem Spiel steht (und es bei diesen Turnieren ja auch immer eine tolle Promo abzugreifen gibt). Außerdem nehme ich gerne alle Limited-Turniere mit, die ich sinnvoll erreichen kann, ich habe ja bereits erwähnt, dass ich dieses Format mag. Und schliesslich steht mit dem Grand Prix in Prag ein Limited-Grand-Prix an, da kann etwas Übung auf höherem Niveau nicht schaden (vielleicht sieht man sich?!).

In Bertils Spielwiese hatten sich am Sonntag 24 Teilnehmer eingefunden, zusammengesetzt aus einem bunten Mix aus lokalen Spielern und den üblichen Grindern aus dem süddeutschen Raum – auch ein paar Pro-Punkte und Pro-Tour-Teilnahmen / GP-Top8s waren anwesend.

Hier mein gesamter Limited-Pool:

Zur besseren Übersicht könnt Ihr den Pool hier auch nochmal komfortabler anschauen.

Mein Pool erwies sich als ziemlich ordentlich. Meine spielbarste Farbe war definitiv grün, in der ich mit Oviya Pashiri, Sage LifecrafterArchitect of the Untamed und Cultivator of Blades drei spielbare Rares im Angebot hatte. Ansonsten bot die Farbe recht viel Potential im Engerie-Archetyp. Die passende Kombination dafür war aus meiner Sicht rot: Hier waren einige gute bis sehr gute Energiekarten vorhanden, außerdem mit Combustible Gearhulk eine wirklich gute Mythic Rare. Scrapheap Scrounger war ein einfache einzubauender Mini-Splash und quasi die Sahne on Top.

Mein finales Deck sah also folgendermaßen aus:

Grundsätzlich war ich mit dem Deck recht zufrieden. Alleine Riparian Tiger und Arborback Stomper geben dem Deck sehr viel Power im Midrange-Bereich, meine Rares sind auch absolut ordentlich. Wenn man etwas bemängeln kann und vielleicht sogar muss, ist es das größtenteils fehlende Removal. Aber gut, man kann schliesslich nicht alles haben, oder? :) Ich ging also mit einem ganz guten Gefühl in die anstehenden fünf Runden.

Leider habe ich teilweise keine wirklich gute Erinnerung an die einzelnen Runden mehr. Im ersten Match treffe ich auf Fabian, der mindestens zwei GP-Day2s mehr als ich auf dem Konto hat (-> gut, ich habe ganze null :P). Sein Deck ist mir schon entfallen, ich weiss aber noch mehr als gut, dass ich unfassbar schlecht gespielt habe. Glücklicherweise habe ich gut gezogen und konnte so einige Spielfehler ausbügeln – Ergebnis: 2:1, Standings 1:0.

In der zweiten Runde spiele ich gegen Adrian, einen unserer Locals. Er ist nicht nur ein sehr erfahrener und guter Spieler, er pilotiert auch ein Deck, das sich wie ein Standard RW-Vehicles anfühlt. Ich habe absolut keine Chance, bin in einem Spiel im 4 Zug auf 6 Leben unten – nichts zu machen. Match 0:2, Standings 1-1.

In der dritten Runde treffe ich auf Andre. Über ihn weiss ich nicht viel. Allerdings ist sein Deck meinem in feinster Weise gewachsen. Auch er hat wenig Removal abbekommen. Das lässt mich sehr komfortabel meine Kurve auslegen, am Ende erledigt ihn mein Tiger quasi im Alleingang. Match 2:0, Standings 2-1.

In der vierten Runde lande ich an den vorderen Tischen und treffe  mit Jörg auf einen Magic-Veteranen mit nachgewiesener Limited-Erfahrung. Aber auch hier kann ich mich absolut auf mein Deck verlassen. Ich ziehe in zwei Spielen eine optimale Kurve, jedes Mal liegt Oviya Pashiri, Sage Lifecrafter im ersten Zug und muss früh beantwortet werden, was den Weg für Scrapheap Scrounger und Renegade Freighter frei macht. Jörg hat ein tolles Deck und wehrt sich nach Kräften, aber bei mir läuft es wie im Autopilotenmodus. Match 2:0, Standings 3-1.

Die fünfte Runde ist schnell erklärt, mit Christian vereinbare ich einen intentional Draw, der uns beide in die Top 8 befördert. Match: 1:1, Standings 3-1-1.

Das bedeutet, dass ich mich im zweiten PPTQ in Folge in die Top 8 gluckt habe – oder eben immer den entsprechenden Pool zur Verfügung hatte. 😉

Kommen wir zum Draft: Auch hier habe ich relativ schnell zwei vergleichsweise offene Farben gefunden, es wurden wieder grün und rot. Mein Firstpick war allerdings Renegade Freighter, gefolgt von Veteran Motorist. Dummerweise war danach in weiss nichts mehr vorhanden und in rot wurden mir allerlei Energie-orientierte Karten geschoben. Am Ende habe ich folgendes Deck zusammenbekommen:

Auch in diesem Deck fehlt ganz klar das Removal, ansonsten ist es ein ziemlich synergetischer Haufen, der viele meiner aktuellen Lieblingskarten enthält: Fabrication Module ist aus meiner Sicht eine unfassbar brokene Karte (im richtigen Deck), sie stabilisiert, macht die eigenen Kreaturen größer, füllt den Energy-Vorrat wieder auf, ist ein guter Mana-Sink, verkompliziert die Kampfphasen für den Gegner – Ihr seht schon, ich mag das Teil. Ansonsten hatte ich zwei mal den Allstar Riparian Tiger, einen Renegade FreighterSnare Thopter… was kann da schon schiefgehen?

Leider eine ganze Menge! Ich treffe wieder auf Adrian. Glücklicherweise ist sein Deck nicht ganz so gut wie im Sealed-Teil des Turniers, dennoch sehe ich zwei Mal im dritten Zug Renegade Freighter und einmal noch Bastion Mastodon im fünften Zug, jeweils mit ordentlich Backup durch Removal. Kurzum: Ich habe keine Chance, verliere 0:2 und damit ist der Traum vom PTQ mal wieder geplatzt.

Immerhin ist mein Abschneiden noch für vier Preisbooster gut, in denen aber leider nichts wirklich brauchbares zu finden ist. Besser läuft es für Adrian, der es bis ins Finale schafft, dort aber leider verliert. Immerhin findet er noch zwei Planeswalker in seinen Preisboostern. Am Ende des Tages bleibt ein Turnier, das mir sehr viel Spaß gemacht hat und – zumindest vom Gefühl her –  noch mehr Potential hatte.

Wie laufen Eure Turniere denn zur Zeit? Habt ihr Verbesserungsvorschläge zu meinen Decks? Wie immer freue ich mich über Eure Kommentare!

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