Archiv des Autors: handsome

NEU: Der Handsome-Stream!

(Vergebt mir für den schrecklichen Titel, aber irgendwie muss man ja Aufmerksamkeit heischen.)

Ich hatte schon seit längerem vor, mal wieder ein bisschen ins Video-Geschäft einzusteigen, nachdem die Videos, die ich in grauer Vorzeit mal für MagicUniverse produziert hatte, immer ein großer Spaß waren. Und da mein momentaner Sponsor/Artikel-Abnehmer MTG Mint Card an Videos nicht interessiert ist, dachte ich mir:

Fuck it, we’ll do it live!

Was das bedeutet?

Auch um mich dazu zu zwingen, wieder mehr Magic Online zu spielen, werde ich versuchen, zukünftig mindestens einmal pro Woche zu streamen.

Cool! (Hoffentlich) Wann und wo?

Jeden Montag (Start morgen!), ungefähr um 22 Uhr, auf twitch.tv/handsomemtg! Je nach Zeit, Lust und Laune werde ich auch versuchen, dazwischen mal den ein oder anderen spontanen Stream einzulegen. Folgt mir einfach auf Twitter und abonniert den Kanal auf Twitch, dann kriegt ihr’s schon mit, wenn ich streame.

Was wird da so geboten?

Ich bin so jemand, der immer das Format spielt, das gerade relevant ist für irgendwelche anstehenden Turniere. Einen Großteil der Zeit (wie jetzt zu Beginn) werde ich also Standard testen, aber dazwischen wird’s auch mal Modern oder Limited geben. Oder Momir/Cube/Hearthstone, wenn gar nichts los ist 😀 Dazu ein bisschen coole Musik und Interaktion mit dem Chat, der hoffentlich genauso intellektuell stimulierend sein wird, wie man es von Twitch gewohnt ist. Größtenteils also: Entspanntes Ausprobieren von Constructed-Decks und bisschen abhängen.

Wenn ich dich als dein größter (und bislang einziger) Fan supporten will – was kann ich tun?

Am Anfang vor allem: Mundpropaganda! Wenn ihr Leute kennt, die an so ’nem Stream interessiert sein könnten: Gerne weitersagen, oder den Post hier in euren lokalen Foren/Facebook-Gruppen teilen. Über Retweets auf Twitter freue ich mich auch, genauso wie über Abonnements meines Channels. Gegen Donations werde ich mich nicht wehren, aber im Grunde sind sie nicht nötig – für mich ist das mehr so Privatvergnügen. Über ein paar Shares freu ich mich viel mehr.

Und natürlich: Feedback! Ich bin kompletter Twitch-Noob, also wenn ihr Kritikpunkte, Verbesserungsvorschläge und Tipps habt: Nur her damit.

Ansonsten sehen wir uns morgen :)
Flo

versteigerung

Commander for Charity und schamlose Eigenwerbung

(Ersteigert hier ein Commander-Deck und fühlt euch auch noch gut dabei! Sämtliche Erlöse werden einem guten Zweck zugeführt.)

Schon länger nichts mehr geschrieben hier! Der Fairness halber muss man sagen, dass der November mein letzter Monat in meinem alten Job war und dementsprechend busy ging es zu. Ich habe auch noch einen halben Report zu meinem Top-8-Finish beim Grand Prix Lyon rumliegen, aber irgendwann ist mir aufgefallen, dass es zu diesem Turnier gar nicht so viel zu erzählen gibt. Ich habe nun mal an Day 1 einen sehr guten Sealed Pool aufgemacht und an Day 2 aus irgendwelchen Gründen lauter Grün-Drafter in meinen Pods gehabt, was es mir glücklicherweise erlaubt hat, zwei sehr starke Decks in den Grixis-Farben zu draften – in denen man auch am allerliebsten sein will in diesem seltsamen Format. Ich denke, ich habe durchaus gut und fokussiert gedraftet, aber andererseits glaube ich nicht, dass ich in den anschließenden Matches besser gezockt habe als sonst. Manchmal runnt man halt einfach. Aus diesem Grund denke ich auch, dass die erste Grand Prix Top 8 nur wenig über die Qualitäten eines Spielers aussagt, weil durchlucken kann man sich immer mal. Die zweite und die dritte und die vierte Top 8, die zeigen erst, dass man ein konstant guter Spieler ist. Da hab ich also schon mein Projekt für 2016. :)

COMMANDER FOR CHARITY

Jetzt aber zu etwas ganz anderem. Ormus hat ja zum fünfjährigen Bestehen von Magicblogs netterweise unter allen aktiven Bloggern und Lesern ein paar Goodies verlost, und ich hatte das große Glück, ein Commander-Deck und eine Monolith-Deckbox zu gewinnen! Ich freue mich auch wahnsinnig über diese Geste, vor allem weil ich noch gar nicht so viel auf dieser Seite gebloggt habe – aber schön, dass das wenige, das ich bislang beitragen konnte, trotzdem wertgeschätzt wird.

Ich bin allerdings ehrlich gesagt so gar kein Commander-Spieler und habe deswegen schon überlegt, wem aus meinem Bekanntenkreis ich das Deck zu Weihnachten unter den Baum legen könnte. Aber dann ist mir eine viel bessere Idee gekommen: Was ist, wenn ich das Deck und die Box versteigere und den Erlös für einen guten Zweck spende? Es ist immerhin Weihnachten. Und genau das machen wir jetzt!

Hier sind die Cliffs:

  • Ihr bietet auf ein Commander-Deck 2014 namens „Aus Stein geschmiedet“ mit einer Oversize Foil Version von Nahiri, the Lithomancer. Die vollständige Deckliste könnt ihr hier einsehen. Für die lesefaulen Spikes und #mtgfinance Sharks unter euch: Das Deck enthält unter anderem einen Containment Priest und viele andere coole Karten wie Sun Titan, Skullclamp, Serra Avatar
  • Mit im Preis enthalten ist außerdem die Monolith Box von Ultimate Guard. Die Monolith Box ist äußerst elegant designed, milchfarben-durchsichtig und abgesehen von meinen ungeschickten Fingerabdrücken in absolut fabrikneuem Zustand. Außerdem ist sie so riesig, dass ihr in der Box entweder euer Commander-Deck oder euren Hamster unterbringen könnt. Eure Wahl.
  • Ihr habt hier in den Kommentaren (oder auf Twitter oder Facebook oder wo auch immer ihr mich erreicht) die Möglichkeit, auf das Commander-Deck und die Deckbox zu bieten. Schreibt einfach euer Gebot und ich nehme euch beim Wort. Achtet bloß darauf, ein Gebot abzugeben, das höher ist als das eures Vorposters, sonst seht ihr aus wie ein Dummkopf. (Euro-Schritte bitte!)

  • Wir machen das hier auf Magicblogs, weil man auf MKM keine Commander-Decks inserieren kann und ich mein Ebay-Passwort vergessen habe.
  • Der Erlös aus unserer kleinen Versteigerung geht an den Helferkreis Waldperlach, der sich seit 2014 in meiner Münchner Gegend für Flüchtlinge engagiert und wo ich ein paar Leute kenne. Unter anderem sammelt der Helferkreis Sachspenden, hilft Flüchtlingen bei Behördengängen, gibt Deutschkurse, organisiert Freizeitangebote und vieles mehr. Das sind wirklich großartige Leute, die jeden Cent Spendengeld verdient haben. (Ich werde den Betrag auch auf jeden Fall aufrunden, also gebt euch Mühe und lasst mich bluten!)

Hier noch ein Bild von Deck + Deckbox, damit ihr seht, dass ich kein Lügner bin:

versteigerung

Ich setze das Startgebot mal bei 20 Euro fest – momentan noch ein absoluter Schnäppchenpreis angesichts der Tatsache, dass das Commander-Deck alleine nicht für unter 27 Euro zu haben ist. Da geht mehr! Also bietet fleißig, entweder hier in den Comments oder auf Facebook und Twitter! Und teilt den Post mit euren Freunden! Vielleicht haben die ja Bock auf ein bisschen MtG Merchandise zu Weihnachten. Deadline ist Sonntag, der 13.12., 23:59 Uhr.

SCHAMLOSE EIGENWERBUNG

Ich arbeite momentan an ein paar echt coolen Dingen, aber das hier ist a) magic-relevant und ich kann b) schon davon erzählen: Ich schreibe ab jetzt eine zweiwöchentliche Kolumne bei MtgMintCard, dem größten Magic-Händler im asiatischen Raum (meines Wissens). Das ist eine etwas kuriose Konstellation, aber ich freu mich schon drauf, mal ein bisschen was für ein internationales Publikum zu schreiben. (Auch wenn ich die Jungs unbedingt noch dazu bringen muss, ein anderes Profilbild für mich zu verwenden.) Schaut einfach mal vorbei, hier ist mein erster Artikel über Eldrazi Ramp im Standard.

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Aber jetzt wieder zurück zum Wesentlichen: BIETET, BIETET, BIETET!

Flo
HandsomeMUC auf Facebook und Twitter

How I got disqualified (and what we can learn from it)

(Note: Writing this in English since I think this could be of interest to the international judge community.)

Last Saturday, I got disqualified from a PPTQ tournament in Salzburg, Austria after I won the finals. I originally didn’t plan to write anything on this, but after my inbox pretty much exploded the day after with friends and acquaintances asking what happened, I figured that they probably deserve an explanation. I have two goals with this post: One, briefly explain what happened from my perspective, and two, shed light on what I perceive as an actually serious problem in the tournament rules.

What I do NOT intend to do is blame anyone but myself for what happened. Everything that led up to the disqualification was my fault, and it was fully within the judge’s rights to make his call, even if it was the wrong one (which he couldn’t have known). However, I do feel that we could’ve arrived at a better call, but more on that later.

So what happened?

Basically, I’m an idiot.

I originally wasn’t even planning on playing in this tournament, as Salzburg is actually a tad too far away from my hometown Munich for me to consider going there for a PPTQ. I have a lot of good friends in Rosenheim, though, which is basically halfway between those two towns, and I really wanted to compete in their (extremely prestigious) store championships that were to take place the evening before. And after my good Rosenheim buddy Andi Reling offered me to crash at his place on Friday and then make the drive to Salzburg from there, I was in. So on Friday before I went to work, I packed my stuff including my 6th edition basic lands that I love so much and looked forward to one-and-a-half days of gaming.

Now the reason I mention those basic lands is that – Spoiler Alert – they were what ultimately led to my demise. Quick backstory: I always had a soft spot in my heart for the basic lands from 6th and 7th edition, for a couple of reasons. One, I really think they’re pretty. I mean, look at them! Two, I started playing around that time, so there’s definitely some nostalgia at play. Three, white borders are actually very practical on basic lands because it means you can find them quicker with your fetchlands (or your Evolving Wilds). And four, I do enjoy the occasional tilt I induce in my opponents when they see my ugly-ass white-bordered lands.

I have been playing with this specific set of lands for two or three years now, which naturally led to them looking pretty used after some point. I didn’t really consider that a problem because as long as they’re not distinguishable from the other cards in your deck – who cares? What I failed to take into account, though, was that the condition of a card is not the only factor in deciding whether it’s tournament legal. You also have to consider its shape, like – hypothetically – when the lands have been so heavily used that they start to bend a little. Which is improbable, but possible, when – again, hypothetically – their owner tends to shuffle and flick his cards rather aggressively. You can see where this is going.

So, back to the tournament. I received a rather average pool, went 4-2 with it after losing to two great players (Sebastian Thaler and Thomas Holzinger) and didn’t even think of the Top 8, already making dinner plans for the way home before final standings were announced. Which made it all the more hilarious when I actually managed to sneak into eighth place as the only player with twelve points, who for some reason had the best tie-breakers of the X-2 players with a mighty 55 percent. I basically considered myself on a giant free-roll at this point and didn’t really care about winning or losing in the Top 8.

There, I was lucky enough to draft a pretty strong UB Tempo deck, which is basically the only deck I know how to draft in this format. After my deck had powered me through the quarters and semis, the head judge came to the table and asked me if he could have my deck for a second. Five minutes later, he called me to the judge station and quite impressively demonstrated to me that my lands were not okay to play when he effortlessly piled my deck into lands and non-lands just by looking at it from the side.

It was at this moment that I realized for the first time that we might have a problem here.

The aftermath

The head judge proceeded to ask me some questions and I truthfully answered to him that I always play those lands and didn’t even realize that they could be bent in a problematic way. I also didn’t think that this explanation was somehow implausible – it never even occured to me to check for something like that, which naturally sounds stupid when the problem is as obvious as it presented itself. But then again, I’m an idiot.

Anyway, the judge told me to change my lands right away and issued me a Game Loss for the finals because of Marked Cards – Pattern, which I immediately accepted. That’s the standard infraction for players who foil out their lands but not the rest of their deck, and I felt my case was comparable to those. I thought that would be it, but after I won the finals as well, the judge approached the table and asked to speak with me in the storage room, away from everybody else. There he informed me that he thought about my case some more and does not believe that I was unaware of my lands being bent. He said he had a look into my DCI history, which clearly showed that I was an experienced player, and that there was no way that a player of my pedigree didn’t realize that his cards were bent. Therefore, he believed I was a cheater and I would be disqualified from the event.

Now, if you’ve never been disqualified from an event, let me tell you: Getting disqualified sucks. It’s not so much the loss of the prize boosters and RPTQ qualification that hurts; I don’t care about the boosters and there are plenty of chances left to qualify this season. What pains so much more is that you didn’t only ruin the day for yourself, but for a lot of other people as well: The friends who rooted for you in the finals and were happier for you than you were yourself after winning game 3; your previous opponents who will keep wondering for a long time if their loss to you was actually legit; the organizers who set up one of the most fun PPTQs you’ve ever played in, only to watch it end on a sour note; and of course the head judge who neither appreciates having to disqualify people nor the paperwork that comes with it. By virtue of my stupidity, I have let down each and every one of those people, and for that I am incredibly sorry.

However, I do think that this mess could’ve been prevented and a better ruling could’ve been achieved. Again, I am explicitly not blaming the judge here. He had to make a tough call under uncertainty and I don’t envy him for that. But: I really think that the tournament rules should support the judge by actually forcing him to remove as much uncertainty as reasonably possible.

Looking at the rules (the amateur perspective)

To clarify what I mean by that, let’s take a look at the tournament rules. Section 5.1 („Cheating“) of the official Magic the Gathering tournament rules states that

Cheating will not be tolerated. The Head Judge reviews all cheating allegations, and if he or she believes that a player has cheated, he or she will issue the appropriate penalty based on the Infraction Procedure Guide.

Note how the Rules clearly state that the mere suspicion is sufficient to get disqualified for cheating. The Head Judge doesn’t need proof to eject you from an event. That’s actually a good thing, since proving cheating in Magic is incredibly hard, at least if no cameras are involved. If we held jurisdiction in Magic to the same standards as its real-life counterpart, we simply wouldn’t catch any cheaters at all.

Of course, that also means that from time to time, some innocent people will be caught in the net, but that’s simply something we have to live with. (I mean, it’s not like a DQ is life-ending or something like that.) In principle, I’m totally fine with taking a hit if it means that actual cheaters get caught with greater frequency. However, judging by my case, I do feel that we could decrease the number of „innocent“ people being disqualified.

The problem is not that merely suspecting you for cheating is sufficient grounds for a DQ; the issue is that the rules don’t actually tell judges how to arrive at that conclusion.

The Infraction Procedure Guide that is referenced in the above quote has the following to say about cheating:

A person breaks a rule defined by the tournament documents, lies to a tournament official, or notices an offense committed in his or her (or a teammate’s) match and does not call attention to it.

Additionally, the offense must meet the following criteria for it to be considered Cheating:

• The player must be attempting to gain advantage from his or her action.
• The player must be aware that he or she is doing something illegal.

If all criteria are not met, the offense is not Cheating and should be handled by a different infraction. Cheating will often appear on the surface as a Game Play Error or Tournament Error, and must be investigated by the judge to make a determination of intent and awareness.

So cheating is basically defined as knowingly doing something illegal that benefits you, and the judge is required to investigate as soon as they smell something fishy. How to conduct that investigation, however, is entirely up to them. I’m sure that there are informal best practice approaches that judges use for conducting an investigation, and I know that they have to justify every disqualification in a written report to Wizards, but still: This means that especially if you’re judging alone – like say, at a smaller PPTQ – you can investigate the case as much or as little as you want. If you extensively talk to the player, interview witnesses and former opponents, closely watch the suspect’s in-game-actions before you form your opinion – great. But if you make your call after questioning the suspect for 30 seconds and doing literally nothing else, that’s also fine.

Am I the only one who thinks that’s a problem?

What could’ve been done (?)

Now let’s back up to my case at hand. To reiterate, the head judge told me he believed that I was cheating because the lands could’ve been used in an illegal way that’s beneficial to me – i.e. I attempted to gain an advantage. He also believed that I was aware that my lands were illegal, since he looked up my DCI history, saw that I was an experienced player, and experienced players don’t make mistakes like that. Both boxes checked, easy DQ.

I feel like this rationale is terrible for a number of reasons.

First off, giving out rulings based on the suspected player’s experience is awful. I’m all for letting newbies off the hook if they did something stupid but that’s not what happened here. I’ve been playing Tournament Magic for six years now, and had it been six months instead I apparently would’ve gotten away with a Game Loss. So basically I got punished for loving Magic and playing a lot of it. That’s simply terrible.

Second, if you take my player history into account, why not all of it? Why not consider the fact that in my six years of tournament Magic, I’ve barely accumulated any warnings or game losses and do not have a single previous disqualification to my name – thus strongly indicating that I am an honest player? (Also note that during several deckchecks in the three years before, my choice of lands had never been an issue. How did we go from „No problem“ to „You’re a cheater“ so fast?) Why only use the part that suits your argument? When I posed this question to the judge, he answered that he didn’t have access to that kind of information, but had to make the call right now.

Which brings me to my third question: Why? The tournament was already over, and no ruling would change that. So even if I was a cheater, the damage had already been done. Why not take the time then, request access to my warnings history, and increase the chances to get this call right? And should the judge then still decide that I’m a cheater, you can simply disqualify me retroactively and send an e-mail to my finals opponent.

There a lot of similar questions that all have the same answer. Why didn’t the judge interview any of the spectators in the Top 8 or any of my previous opponents, many of whom were still in attendance? Why did he only interview my friend Andi, and only did so after Andi offered to the judge to be interviewed voluntarily? Why didn’t he take the time to watch me play before making his decision? After all, if I had marked my lands in such a way that I would be able to discern them from my spells, I still would’ve needed to strangely glance at my library from time to time to deduce what I would be drawing next. Did anyone see me do that? How could he know? (There was actually an interesting spot in my semifinals match where I gambled on drawing my fourth land and declined to cast my Anticipate in favor of a three-drop. I didn’t get there for two full turns – had I known the top card of my library, there is no way I wouldn’t have snapped off that Anticipate.)

So how could he disqualify me for something that basically amounted to: „I have a gut feeling“? Simple: Because the rules allow him to.

Again, I’m not picking on the judge here. I’m the one who’s to blame for bringing him into this situation in the first place. Also, everything he did was fully within his right. I am also aware that a thorough investigation is often neither possible nor reasonable. In this case, however, I feel like a more detailed look at the matter would’ve been completely feasible AND would’ve yielded a different result. So why not hold the judges to a higher standard whenever it’s possible? I really don’t get that.

It’s also possible that I’m completely wrong on this. If you feel like that’s the case, please don’t hesitate to tell me in the comments. I’d love to hear from all of you what you think of this, especially any judges among the readers. In the end, it’s no big deal to me, and I certainly won’t be playing any less Magic because of that. And if this disqualification means that we’ll have a constructive discussion about the rules, then there’s at least one good thing that came out of it. Apart from me throwing away those ugly lands, that is.

Thanks for reading.
Flo

UW Control in Prag (*37.*)

Nach meiner Rückkehr aus London waren es nicht mal mehr zwei Wochen, bis schon der nächste Standard Grand Prix in Prag anstand. Nicht so viel Zeit zum Testen also, aber das war okay. Im Notfall hätte ich immer auf irgendein Abzan-Deck zurückgreifen können, denn immerhin habe ich mit Sascha Schwarz den vielleicht besten Abzan-Aggro-Spieler Deutschlands im Team, der mich auf jeden Fall mit einer soliden Liste versorgen hätte können. Und Andi Reling plus ich wissen ja auch ein paar Dinge über Siege Rhino. (Zumindest haben wir mehr Spitznamen für den guten Doktor als die meisten Magic-Spieler, das zählt ja wohl auch.)

Das gab mir den Luxus, in den verbliebenen eineinhalb Wochen ein bisschen abseits der bekannten Pfade zu wandeln, vor allem was blaue Control-Decks anging. Ich hatte schon an Day 1 in London eine interessante Konversation mit Till Riffert, der es im Hinblick auf das dortige Feld stark bereut hat, GW gespielt zu haben statt irgendein Kontroll-Deck. Immerhin, so Till, sei das Meta relativ klar definiert gewesen mit allen möglichen grünen Decks.

Die Argumentation leuchtete mir ein. Zusätzlich hatte ich den Spruch von Reid Duke aus einem seiner letzten Artikel im Kopf: Es gibt nicht Besseres, als Control zu spielen, wenn es eigentlich schlecht ist. Wenn Control schlecht ist, spielt es niemand sonst, und wenn es niemand sonst spielt, muss man keine Mirrors spielen. Richtig klassische Control-Mirrors sind schrecklich und meiner Erfahrung zufolge auch längst nicht so skillintensiv, wie immer behauptet wird, solange man die Basics verstanden hat. (Wichtigste Regel: Triff deine Land-Drops.) Zusätzlich zwingen einen andere Control-Decks schnell in ein absurdes Wettrüsten, durch das man weniger Sideboard-Slots für das restliche Feld hat, wegen dem man eigentlich Control spielt.

Da mir blaue Control-Mirrors ein Graus sind, habe ich auch schon seit Jahren nicht mehr in einem wichtigen Turnier Kontrolle pilotiert, auch wenn Decks wie UW oder Esper Dragons an verschiedenen Punkten klar die beste Choice waren. Aber diesmal schien mir das Metagame perfekt. Ein immer noch recht midrangiges Abzan-Deck hat den letzten Grand Prix gewonnen, und die offensichtlichste Waffe gegen diese Decks waren rote Decks mit Stormbreath Dragon, deren ohnehin schon recht ordentliche Präsenz sich dadurch definitiv weiter verstärken wird. Und beide Archetypes sind durch ihre Grundstruktur anfällig für Counterspells. Anders formuliert: In einem Feld, in dem die eine Hälfte versucht, mit ihren Fünf-Mana-Drachen das Vier-Mana-Nashorn der anderen Hälfte zu überlisten, will ich auf jeden Fall derjenige sein, der Clash of Wills castet.

Vor allem Sascha widersprach mir bei diesem Gedankengang, weil er mit Control in großer Zahl rechnete und ich dann eben doch wieder viele Slots auf das Mirror verschwenden müsste – immerhin kämen die anderen sicher zu ähnlichen Schlüssen wie ich. Aber das hielt ich für Overthinking. Einen ganz ähnlichen Denkfehler hatte ich in Krakau gemacht, wo ich fest damit rechnete, dass alle mit Decks antreten würden, die das offensichtlich beste Deck im Raum (Esper Dragons) besiegen würden. Doch bei einem Feld von 1.500 Spielern denken die wenigsten um so viele Ecken, sondern zocken einfach das, worauf sie Bock haben oder was bei den letzten Turnieren Top 8 gemacht hat. Und bei der kleinen Minderheit, die Control auf dem Schirm hat, ist ebenfalls noch nicht gesagt, dass sie es dann auch tatsächlich spielen würden.

Meine Überlegungen schienen mir ganz plausibel, aber dummerweise fehlte mir noch eine gute Liste, mit der ich endlich mal hätte testen können. Die wenigen Control-Listen, die es auf Magic Online gab, schienen mir nicht sonderlich durchdacht. Zum Glück hatte Sascha eine gute UW-Liste für mich, die er via Facebook dem dänischen Wunderkind Martin Müller abgeluchst hat, der das Deck schon in London zu einem Day-2-Finish pilotiert hatte. Wir überspringen mal den langweiligen Testing-Prozess und hüpfen zum schlussendlichen Deck:

UW Control – Grand Prix Prag 2015

4 Temple of Enlightenment
4 Tranquil Cove
4 Flooded Strand
4 Island
4 Plains
4 Radiant Fountain
1 Polluted Delta
1 Mage-Ring Network
1 Haven of the Spirit Dragon

4 Jace, Vryn’s Prodigy

4 Dig Through Time
1 Divination

4 Clash of Wills
4 Dissolve
4 Ojutai’s Command

2 Perilous Vault
1 End Hostilities

4 Last Breath

3 Elspeth, Sun’s Champion
1 Ugin, the Spirit Dragon
1 Secure the Wastes

SB:
3 Encase in Ice
2 Glare of Heresy
2 Revoke Existence
2 Mastery of the Unseen
2 Negate
2 Disdainful Stroke
1 Fated Retribution
1 Pearl Lake Ancient

Ich kann nichts darüber sagen, ob die UW-Version besser ist als die Dimir-Version oder Esper Dragons, weil ich die anderen Varianten aus Zeitgründen nicht getestet habe. UW hat mir gegen die Decks, die ich erwartete – also vor allem Abzan und die Drachen-Decks – so gut gefallen, dass ich die vorhandene Zeit lieber ausschließlich darauf verwenden wollte. Im direkten Aufeinandertreffen sind die Listen mit Schwarz logischerweise vorne, weil sie Thoughtseize und Ashiok, Nightmare Weaver haben, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob sie wirklich superweit vorne sind. Immerhin haben wir viele Counter und mit Mastery of the Unseen eine sehr gute Sideboard-Karte für diese Matchups.

Aber ich beschloss ja ohnehin, den Control-on-Control-Matchups nicht übermäßig viel Bedeutung beizumessen. So in der Theorie fallen mir allerdings ein paar Argumente für die UW-Version ein: Elspeth, Sun’s Champion ist der beste Finisher im Format (und generell immer noch wahnwitzig unterschätzt, aus irgendwelchen Gründen); und Karten wie Hero’s Downfall sind nicht mehr so wichtig, wenn es tatsächlich ein legitimer Gameplan ist, alle relevanten Bedrohungen einfach zu countern. Ein Telefonat mit Mitfahrer (und unearthtem Ex-Pro) Sebastian „Wasti“ Thaler ergab, dass er in seinem Testing UW ebenfalls für die beste Control-Version hielt, und zwar wegen Ojutai’s Command. Das verschafft einem schon Pre-Board ein angenehmes Rot-Matchup und – was noch viel wichtiger ist – man hat durch das Command eigentlich immer einen Jace, Vryn’s Prodigy auf dem Board, seines Zeichens wohl eine der frechsten Karten im Standard.

Aus diesem Grund bezeichnete Wasti UW auch als das beste Jace-Deck im Format, was erstmal total unintuitiv wirkt, weil man in diesem Deck gar nicht so viel zum Flashbacken für Jace, Telepath Unbound hat. Wir haben eigentlich nur Dig Through Time und ein paar One-Ofs, während die UBx-Listen noch mit Thoughtseize und Hero’s Downfall als leckere Targets aufwarten können. Letztlich ist das aber gar nicht so relevant, weil man in den allermeisten Fällen eh das Dig flashbacken möchte; die anderen Optionen sind also oft gar nicht so wichtig. Plus: Durch Ojutai’s Command können wir im Gegensatz zu UB immer sicherstellen, einen Jace auf dem Feld zu haben. Viele UB-Listen haben Jace nur im Sideboard, aus Angst vor Searing Blood, aber uns kann das egal sein – selbst wenn wir gebloodet werden, können wir Jace kurz darauf wieder ausbuddeln.

Der Gameplan dieser Liste ist eigentlich schnell erklärt: Man countert oder tötet alle relevanten Bedrohungen, zieht mit zwei bis drei Dig Through Time davon und wenn man irgendwann die Kontrolle übernommen hat, legt man eine Elspeth und gewinnt innerhalb von drei bis vier Zügen. Das Deck ist daher auch wirklich nicht so schwer zu spielen, wie man zuerst glauben möchte – man countert einfach alles, was einen stört. Dig Through Time plus Jace verzeihen außerdem viele Fehler. Das Wichtigste beim Spielen dieses Decks ist es eigentlich, Geduld zu bewahren. Es gibt selten einen Grund, sich Turn 6 für eine Elspeth auszutappen, wenn man sie auch Turn 9 mit Counter-Backup legen kann. Genauso braucht man sich mit dem ersten Dig Through Time auch nicht gleich aggressiv eine Win-Option holen, wenn es ohnehin korrekt ist, sie für die nächsten paar Turns nicht auszuspielen – stattdessen sollte man lieber mit zwei Countern oder Counter + Dig Zeit gewinnen, irgendwann zieht man seine Elspeth schon von oben. Solange wir verhindern, dass der Gegner uns tötet, sind wir auch automatisch am Gewinnen.

Die am Schwierigsten zu spielende Karte ist wahrscheinlich noch Perilous Vault, denn die muss man einerseits sehr aggressiv, andererseits auch sehr geduldig spielen. Typischerweise jammt man sie einfach Turn 4 aufs Board (wenn man schon das fünfte ungetappte Mana auf der Hand hat), solange der Gegner nicht schon eine unüberwindbare Boardposition hat, und bringt ihn damit in eine üble Zwickmühle.

Nehmt zum Beispiel das Abzan Hangarback Matchup: Euer Gegner hat vielleicht Turn 2 Hangarback Walker gemacht und eine Turn 3 Anafenza, the Foremost von euch gecountert bekommen. Jetzt enttappt ihr, legt euer viertes Land und spielt Perilous Vault. Nun ist euer Gegner in der Falle: Spielt er seinen Siege Rhino (oder whatever) in die Vault rein, zwingt er euch, sie irgendwann zu zünden, dafür macht er Kartennachteil. Spielt er nichts, macht er diesen Kartennachteil nicht, dafür müsst ihr auch die Vault nicht zünden und ihr könnt in Ruhe Karten ziehen und Land-Drops machen. Egal was er macht, es ist schlecht für ihn. Meistens legt er irgendein Tier hinterher und haut euch drei Turns lang, bis ihr end of Turn (!) die Vault zündet und mit vielen Ländern im Spiel und vielen Countern auf der Hand enttappt. Perilous Vault lässt euch im Prinzip zehn bis 15 Leben dafür zahlen, dass euer Gegner sein Board für ein paar Runden nicht ausbaut, und ist daher die perfekte Karte, um euch ins Lategame zu bringen. Die Vault sieht aus wie das klobigste Two-for-One der Welt, aber ihr „unsichtbarer“ Effekt ist der eigentliche Grund, die Karte zu spielen.

Secure the Wastes war einerseits als zusätzliche Win-Option gedacht, andererseits als flexible Karte, die verschiedene Situationen lösen kann. Ich habe definitiv ein paar Spiele mit einem Secure the Wastes für 16 gewonnen (danke, Mage-Ring Network!), aber gleichzeitig habe ich auch mit X=2 Goblin Rabblemaster geblockt und mit X=5 eine resolvte Chandra, Pyromaster getötet. Secure the Wastes ist außerdem die einzige Win-Option im Deck, die wir mit Jace, Telepath Unbound flashbacken können. (Wobei die Gegner öfter gegen Dig Through Time concedet haben als gegen Secure the Wastes, heh.)

Divination war in Martin Müllers Original-Liste eine Jace’s Ingenuity, aber Divination ist besser zum Flashbacken mit Jace, trotz der Abzüge in der Flavor-B-Note. Außerdem wollte ich noch eine Karte haben, mit der man früh im Spiel Land-Drops treffen kann. Divination ist allerdings nie besonders wichtig, weswegen ich sie auch sehr oft rausgeboardet habe. Das ist der Vorteil, wenn man schlechte Karten im Maindeck spielt: Man hat immer was zum Rausboarden.

Last Breath hat gegen viele Decks nicht so viele Targets (gerade gegen Abzan Hangarback), aber in den Matchups, in denen die Karte gut ist (Jeskai, Rot, auch Abzan Control dank Nissa, Vastwood Seer und Courser of Kruphix), ist sie RICHTIG gut. Für alle anderen Matchups gibt es ja noch die Kombo mit der +1-Fähigkeit von Jace, Telepath Unbound. Definitiv besser als Swift Reckoning, weil das viel schlechter gegen Jace ist und weil man dank Delve oftmals gar kein Spell Mastery hat.

End Hostilities ist in dieser Liste einfach ein drittes, nicht ganz so klobiges Perilous Vault. Manchmal muss man Dinge eben schnell töten, und manchmal will man auch nicht unbedingt seinen Jace mitnehmen. Auch hier ist es außerdem wieder gut, für jede Rolle eine Karte zu haben, die sich mit Jace flashbacken lässt.

Ojutai’s Command war sick, wenn er funktioniert hat, gerade on the Draw ist er aber klobig wie sonst was, weswegen ich da gerne mal ein bis zwei Kopien rausgeboardet habe. Vielleicht will man lieber noch ein, zwei Dissipate haben – man will mit dem Deck eh so viele Dissolves ziehen wie nur möglich und Dissipate hat auch noch Anwendungsmöglichkeiten gegen Deathmist Raptor. Außerdem gerät man dann nicht in so peinliche Situationen wie ich gegen Mardu Dragons, als ich voller Tragic Arrogance mit drei Commands auf der Hand Go sage und meine Gegnerin Sarkhan, the Dragonspeaker slammt. Whoops.

Ugin, the Spirit Dragon hat für mich das ganze Wochenende underperformt. Fürs Aufräumen hat man Perilous Vault und Elspeth, Sun’s Champion ist die viel schnellere, billigere Win-Option. Ich dachte, Ugin plus Haven of the Spirit Dragon würden mir eine ganze Menge Widerstandskraft für grindy Matchups geben, aber Dig Through Time plus Elspeth haben da eigentlich immer gereicht. Es ist auch definitiv nice, Ugin im frühen Spiel ohne schlechtes Gewissen in einen Jace discarden zu können, weil man ja den Haven hat, aber ganz oft hat man ihn dann doch für Dig Through Time weggedelvt – einfach weil man ihn nicht wirklich gebraucht hat. Zweimal war er allerdings von Nutzen: Im UW-Mirror hat er Elspeth plus Banishing Light (auf Jace) abgeräumt, was ich definitiv zu schätzen wusste. Und gegen den Abzan-Hangarback-Gegner auf drei Leben war er mal der teuerste Lava Spike der Welt. Insgesamt würde ich den Geisterdrachen aber cutten, wodurch man auch den blöden Haven rausschmeißen kann und noch einen Slot für das zweite Mage-Ring Network hat. DAS fand ich nämlich richtig cool.

Das Sideboard war wahrscheinlich ein bisschen random, aber die meisten Karten konnte ich sogar brauchen. Encase in Ice war meine Lösung gegen Deathmist Raptor, Den Protector, die grünen Tiere von Abzan Hangarback sowie die roten Idioten aus den MonoR-Decks. Man sollte die Karte allerdings nicht öfter boarden als nötig: Gegen Goblin Rabblemaster ist das Encase beispielsweise eine eher unbefriedigende Lösung, genau wie gegen die (gefährliche) Monstrosity-Fähigkeit von Stormbreath Dragon.

Disdainful Stroke war cool, aber vor allem gut in denjenigen Matchups, die ohnehin schon gut für uns sind – wahrscheinlich also eine Win-More. Andererseits boarden auch schnellere Decks viele teurere Karten gegen uns, wogegen das Stroke dann wieder ganz nützlich ist.

Fated Retribution habe ich nie gebraucht und im Rückblick bin ich mir nicht mal mehr sicher, was ich mir bei der Karte gedacht hab. Wahrscheinlich hab ich sie mal in irgendeinem Sideboard gesehen und fand sie sweet.

Hier ein kurzer Überblick, wie mein Turnier verlief:

R1: BYE
R2: BYE
R3: Mardu Dragons – WIN 2-1
R4: Abzan Hangarback – LOSS 1-2
R5: RB Dragons – WIN 2-0
R6: UW Control – WIN 2-0
R7: Abzan Hangarback – LOSS 0-2
R8: UR Thopter – WIN 2-1
R9: Jacekai – WIN 2-0

R10: RW Aggro – WIN 2-0
R11: RG Dragons – WIN 2-0
R12: Mono White Devotion – LOSS 0-2
R13: Abzan Hangarback – DRAW 1-1
R14: Jund Midrange – WIN 1-0
R15 Abzan Hangarback – WIN 2-0

… was am Ende für ein 11-3-1 und den 37. Platz reicht, dank schlechter Tiebreaker leider knapp an der Top 32 vorbei.

Im Großen und Ganzen ist mir ziemlich genau das Feld begegnet, das ich erwartet habe: Viele Abzan-Decks; viele Drachen-Decks, die Abzan besiegen wollen; und dann noch ein paar andere Archetypen. Gegen Abzan Hangarback bin ich zwar nur 1-2-1 gegangen, aber ich glaube trotzdem, dass das Matchup gut für uns ist. Gegen Lino Burgold in Runde 4 habe ich vermutlich noch falsch gesideboardet, und in Runde 7 hab ich mir eine richtig harte „Erst Screw, dann Flood“-Runde gegönnt, in der ich überhaupt nicht mitgespielt habe. In der Draw-Runde hatte ich im fünften Extra-Turn Elspeth, Ugin und Jace auf dem Board, gegen das Nichts meines Gegners, aber dieser wollte leider nicht conceden. (Was ich verständlich finde, aber trotzdem bisschen schade für mich.) Der Fairness halber muss man sagen, dass mein Win gegen Abzan Hangarback in der letzten Runde wahrscheinlich auch nicht besonders repräsentativ war, weil es diesmal mein Gegner war, der sich in Spiel 2 hart rausgefloodet hat.

Mit einem UW-Control-Mirror hatte ich überhaupt nicht gerechnet, aber klugerweise resolve ich im ersten Spiel sechs Dig Through Time (Jace sei Dank) und mein Gegner null. Er hat aber auch immer arg in meine Counterspells reingespielt. Im zweiten Spiel sieht alles sehr offen aus, aber Turn 7 slamme ich Pearl Lake Ancient im Endstep und der haut meinen Gegner einfach tot. Ah, das skillintensive Control-Mirror. :)

Das Thopter-Deck ist höchstwahrscheinlich kein gutes Matchup für uns, aber wenn sie kein frühes Ensoul Artifact haben, so wie es Spiel 2 glücklicherweise der Fall war, geht’s wahrscheinlich noch. (Phyrexian Revoker auf Perilous Vault ist auch nervig.) Im dritten Spiel hat mein Gegner dann zwar wieder Turn 2 Ensoul on the Play, aber ich habe glücklicherweise mein reingeboardetes Revoke Existence zur Hand, und sein Thopter Spy Network kann ich mit Negate countern.

Das Jeskai-Match war sehr viel knapper, als es der Score von 2-0 aussagt, weil ich das zweite Spiel superknapp und mit nur noch fünf Minuten auf der Uhr gewinne. Wenn ich da für seine Schleife aus Lightning Strike und Soulfire Grand Master kein rettendes Clash of Wills ziehe, steht’s 1-1 und es wird super-awkward. Immerhin wird das Match dann höchstwahrscheinlich ein Draw und wir müssen rumdiskutieren, wer jetzt für wen aufgibt. Zum Glück konnte ich das vermeiden.

Die Niederlage gegen Michael Bondes mono-weißes Devotion-Deck fand ich ein bisschen schade, weil ich das Matchup für gar nicht so schlecht für mich halte – immerhin habe ich viele gute Sideboard-Karten dagegen und Perilous Vault sollte auch lecker gegen ein Deck sein, das in erster Linie möglichst viele Permanents ins Spiel bringen möchte. Aber gegen seine Turn 2 Mastery of the Unseen mache ich on the Draw vor dem Boarden nicht besonders viel. Beim Sideboarden überlege ich dann, wie viele Clash of Wills ich rausboarden will, weil die gegen seine niedrige Kurve nicht so toll aussahen und er im ersten Spiel immer hart drumrumgespielt hat. (Was ihn allerdings auch nicht viel gekostet hat mit Mastery auf dem Board.) Ich lasse dann schlussendlich zwei Stück drin, weil ich on the Play bin und dadurch noch ein paar zusätzliche Outs auf eine abermalige Turn 2 Mastery of the Unseen habe. Dummerweise muss ich Spiel 2 allerdings auf Fünf mulliganen und halte schließlich drei Länder plus die verbliebenen zwei Clash of Wills. §%&§&$! Naja, machen wir das beste draus.

Mein Gegner startet mit Plains, Soldier of the Pantheon, Plains, Soldier of the Pantheon. Doppel §%&§&$!

Michael ist jetzt also schon mit vier Power auf dem Board und kann es sich in der Folge leisten, ganz entspannt um meine Clashes rumzuspielen. Als ich mich für eine Glare of Heresy vergleichsweise niedrig tappen muss, kann er einen Brimaz, King of Oreskos resolven und das war’s dann.

Das Jund-Match war lustig, weil da das Slow Play meines Gegners ausnahmsweise zu meinem Vorteil gereicht hat. Das erste Spiel gewinne ich relativ schnell, während mein Gegner im zweiten Spiel kurz davor ist, mich dank seiner vier (!) Den Protectors auszugrinden. Aber weil er sich nicht besonders beeilt hat, kann ich mir mit einer Perilous Vault genug Zeit verschaffen, um meinen 1-0 Sieg über die Zeit zu schaukeln. #jundstice?

Moving forward

Ich werde beide kommenden WMCQ’s skippen, sogar meinen Standard Hometown WMCQ in München, von daher werde ich nicht mehr viel an dem Deck arbeiten. Ich weiß auch nicht genau, ob UW in den nächsten Wochen noch eine gute Wahl sein wird – das Matchup gegen Abzan und gegen Drachen ist schon ziemlich gut, aber nach dem Grand Prix in Prag werden wahrscheinlich wieder mehr Leute Control auf dem Schirm haben, was nur schlecht sein kann für das Deck. UW ist am Ende des Tages ein Meta-Deck – im Vakuum ist es nicht besonders stark, aber zumindest für dieses Wochenende war es super positioniert.

Ich kann trotzdem nur empfehlen, das Deck mal auszuprobieren, weil Spaß macht es auf jeden Fall. Ich dachte nicht, dass man in der modernen Magic-Ära noch so ein altmodisches Control-Deck spielen kann, das einfach alles countert. Aber der verzweifelte Blick des Gegners, wenn er Thoughtseize auf euch spielt und auf eurer Hand drei Dissolve, zwei Ojutai’s Command und ein Clash of Wills sieht, entschädigt für so einiges.

Ich bin auch optimistisch, eine vergleichsweise gute Liste gefunden zu haben. Viele Slots in dem Deck sind verhandelbar (siehe oben), aber ich denke man will auf jeden Fall zwei bis drei Elspeths, um die zwölf Counterspells (darunter die vollen vier Clash of Wills) und unbedingt alle Digs und Jaces, die man legalerweise spielen darf. (Ernsthaft, an diesen Slots rumzucutten ist purer Wahnsinn.) Ob man dann Ugin oder Dragonlord Ojutai, Divination oder Jace’s Ingenuity spielt, ist mehr eine Detailfrage. Senor Ojutai finde ich im Moment nicht besonders toll positioniert, aber aus dem Sideboard heraus könnte ich ihn mir schon vorstellen.

Wer gerne noch mehr zu dem Deck erfahren möchte, dem sei dieses Video von Thoralf „Toffel“ Severin sehr ans Herz gelegt. Die von ihm verwendete Liste finde ich zwar nicht so toll, seine Plays aber umso mehr, also wenn Ihr das Deck gerne mal in Aktion sehen wollt, wäre das wahrscheinlich ein guter Anhaltspunkt. Ansonsten wisst ihr ja, wo es zu den Comments geht. Ich hab zwar schon viel mehr über dieses dumme Deck geschrieben, als ich eigentlich vorhatte, aber irgendwelchen Quatsch kann ich mir bestimmt noch aus den Fingern saugen. :)

Bis bald!
Flo

Abzan Control at GP London, Part 2

(Jetzt auf Deutsch! Das Ergebnis der Umfrage war eindeutig.)

Beim letzten Mal hatten wir zum Schluss dieses Abzan-Deck registriert – teils aus Faulheit, teils aus Überzeugung:

4 Sandsteppe Citadel
4 Temple of Silence
4 Temple of Malady
4 Windswept Heath
2 Llanowar Wastes
2 Caves of Koilos
4 Forest
1 Plains
1 Urborg, Tomb of Yawgmoth

4 Courser of Kruphix
4 Siege Rhino
3 Den Protector
3 Nissa, Vastwood Seer
1 Tasigur, the Golden Fang

3 Elspeth, Sun’s Champion

4 Abzan Charm
3 Hero’s Downfall
3 Languish
2 Ultimate Price
1 Bile Blight

3 Thoughtseize

SB:

3 Fleecemane Lion
3 Dromoka’s Command
2 Read the Bones
2 End Hostilities
1 Duress
1 Bile Blight
1 Utter End
1 Ajani, Mentor of Heroes
1 Ugin, the Spirit Dragon

Nach meinen zwei Byes begann das Turnier auch eigentlich ganz angenehm für mich, nämlich mit einem Sieg gegen GR Devotion. Das Devotion-Matchup finde ich interessant, weil ich es völlig anders empfinde als die meisten Abzan-Control-Spieler: Ich hab schon superviele Artikel gelesen, wo die Leute meinten, dass Devotion ein richtig schlechtes Matchup für Abzan Control sei, und auch Andi hatte seiner eigenen Aussage zufolge eine Menge Bammel vor dem Matchup. Und ich verstehe einfach nicht ganz warum. Nicht nur finde ich das Matchup längst nicht so schlimm für uns wie beschrieben, ich spiele sogar wirklich gerne gegen Devotion. An dieser Stelle gibt es drei Möglichkeiten: Entweder ich bin ein sicker Zocker, der selbst die schlechtesten Matchups noch crusht; oder ich hatte bislang einfach nur richtig viel Glück dagegen; oder aber ich habe etwas ganz Fundamentales über dieses Matchup verstanden, das der Rest der Welt nicht versteht. Klingt irgendwie alles unwahrscheinlich. Hm.

Der Trick in dem Matchup ist es, einfach ganz hart das Control-Deck zu spielen und nicht zu stark ins Hintertreffen zu geraten. Wenn man nur lang genug 1:1 abtauscht, ohne zu sterben, wird Devotion irgendwann von der Grundstruktur seines Decks eingeholt, denn mit 36 Manaquellen auf 60 Karten flooded man zwangsläufig irgendwann raus. Gleichzeitig haben wir mit Languish endlich ein gutes Tool, um ihre Manaquellen zu handlen, wodurch Genesis Hydra sehr viel kleiner wird und Dragonlord Atarka oft auf der Hand versauert. Am häufigsten verliert man, wenn der Devotion-Mann immer einen Threat voraus ist – zum Beispiel wenn er Turn 3 on the Play einen Xenagos, the Reveler legt (die gefährlichste Karte), man in seinem eigenen Turn Hero’s Downfall spielen muss und er dann mit Whisperwood Elemental nachlegt. Dann muss man in seinem eigenen Turn nochmal den Removal-Spell spielen UND man hat schon zwei 2/2 Kreaturen gegen sich, plus was auch immer er in seinem fünften Turn nachlegt. Wenn wir aber zum Beispiel on the Play sind und er „nur“ einen Polukranos, the World Eater hat, können wir ihn noch in seinem Turn 1:1 beantworten und das Tempo ist auf unserer Seite. Irgendwann haben wir dann wahrscheinlich alles beantwortet und können mit Elspeth, Sun’s Champion aufräumen gehen. Ansonsten ist das Sideboarden vielleicht noch ein bisschen tricky, weil man heilige Kühe wie Siege Rhino cutten muss (zu klein, passt nicht in den Control-Plan), aber mit ein bisschen Übung ist das Matchup auf jeden Fall ordentlich für uns, denke ich.

In der vierten Runde verliere ich das Mirror gegen Nicholas Lovett, aber wenigstens habe ich ihn im ersten Spiel ordentlich drangekriegt. Dort ziehe ich nämlich mit sechs Ländern im Spiel Nissa, Vastwood Seer, lege aber als Erstes ein Windswept Heath als siebtes Land und spiele dann erst meine Nissa. Das hat Nicholas sichtlich verwirrt, weil warum würde ich nicht einfach als siebtes Land den von Nissa gelieferten Forest legen, damit ich sie gleich flippen kann? Nichtsdestotrotz spielt er in Response auf den Enters-the-Battlefield-Trigger ein Hero’s Downfall auf meine Nissa – woraufhin ich wiederum mein Fetchland opfere, eine Plains suche, dadurch einen Land Drop generiere und die Nissa flippt, wodurch das Downfall wiederum kein gültiges Ziel mehr hat. Meine aktive Nissa, Sage Animist gewinnt dann wenige Züge später. (Das ist wirklich der allerwichtigste Tipp, wenn man Abzan Control spielt: Holt das Maximale aus euren Fetchländern raus und opfert sie nie einfach so zum Deck ausdünnen! Fetchländer sind potenzielle Extrakarten mit Courser of Kruphix, Removal-Versicherung für eure Nissa und noch viel, viel mehr.)

Dieses Play hat den guten Nicholas so sehr beeindruckt, dass er mir noch nach dem Match Komplimente dafür gemacht hat, wie gut ich doch gespielt hätte – was lustig ist, weil ich hab das dritte Spiel höchstwahrscheinlich weggeworfen. :) (Ich spiele Abzan Charm auf seinen 4/4 Hangarback Walker, im vollen Wissen, dass er ihn in Response pumpen und mit Hero’s Downfall für fünf Thopter Token zerstören kann – aber ich dachte, das wird er nicht tun, weil er lieber meinen Planeswalker zerstören will. Hab dann schnell selber gemerkt, dass es sehr viel besser ist, mich einfach mit fünf 1/1 Fliegern totzuhauen.) Das mit den Komplimenten ist wirklich eine nette britische Eigenheit: Mein Gegner aus Runde 6 hat mich nach seiner Niederlage im Mirror ebenfalls mit Lobpreisungen überhäuft, wie gut ich doch gespielt hätte – dabei ist es wirklich nicht so schwer zu gewinnen, wenn man vier Planeswalker liegen hat und der Gegner null. Andernorts wird man noch ganz klassisch als der Lucker beschimpft, der man wahrscheinlich auch ist, wenn man nacheinander Ajani, Elspeth, Nissa, Ugin ausspielt. In Großbritannien hingegen kassiert man noch Lob dafür.

Der Rest des Tages war dann nicht so spannend. Ich gewinne die restlichen fünf Runden allesamt, so dass ich am Ende des Tages 8-1 stehe – was aber weniger meinen sicken Plays zu verdanken ist als vielmehr meinen Siege Rhinos, die ich sehr viel häufiger gezogen habe als meine Gegner. (Gut, manche von ihnen haben auch den schwerwiegenden Fehler begangen, gar keine Siege Rhinos zu spielen … ) Abgesehen von besagtem Mirror in Runde 6 gewinne ich noch zweimal gegen Jeskai, einmal gegen Mono Rot und einmal gegen UB Control. Vor letzterem hatte ich echt Bammel, weil unsere Liste gar nicht auf das Control-Matchup ausgerichtet war, aber ich konnte ihm immer sein Dig through Time thoughtseizen und danach hat er irgendwie nichts mehr Relevantes gezogen. Diese Control-Decks kommen mir wirklich manchmal so vor, als bestünden sie aus vier Dig plus 56 random Karten, die man halt auch noch spielen muss.

Insgesamt war ich also schon recht froh darüber, bei meiner ursprünglichen Deckwahl geblieben zu sein, auch wenn Sascha mit der Last-Minute-Tech ebenfalls 8-1 gegangen ist. Aber gut, Sascha ist momentan so hot, dass er das wahrscheinlich auch mit dem sprichwörtlichen Schinken-Sandwich hinbekommen hätte. (Siehe auch: WMCQ Hamburg letzten Samstag.) Mike und seine Thopter schafften es mit 7-2 ebenfalls in den zweiten Tag, während Andi unglücklich sein Win-and-In verlor.

Dieser Tag hat mir auch wieder eine Stärke des Decks vor Augen geführt, die man erst wahrnimmt, wenn man es schon eine Weile gespielt hat: Die Gegner haben keine Ahnung, wie sie gegen uns sideboarden sollen. Ich frage meine Gegner nach unseren Matches immer interessehalber, wie sie geboardet haben, und ich kann gar nicht zählen, wie viele Anger of the Gods und Bile Blight, wie viele Dromoka’s Command und Unravel the Aether mir präsentiert wurden. Ein relativ unlineares Deck wie Abzan Control, das keinen festen Gameplan hat, erschwert es den Gegnern wirklich immens, ihr Deck an uns anzupassen.

(Einschub: Ich glaube wirklich, dass schlüssiges Sideboarden die mit Abstand größte Edge ist, die man sich außerhalb des Gameplays im modernen Magic holen kann. Sideboarding ist einer der wenigen Bereiche des Spiels, in denen es entscheidend ist, ein Grundverständnis vom eigenen Deck und seiner Rolle im jeweiligen Matchup zu haben, und das ist ganz selten etwas, das man sich in Strategieartikeln anlesen kann. Manche Autoren präsentieren zwar Sideboard-Pläne, aber die sind auch nur so lange nützlich, wie sie mit der eigenen Liste perfekt übereinstimmen und der Gegner keine wilden Card Choices ins Feld führt. Zwischen Sideboard-Pläne anwenden und Sideboard-Pläne verstehen ist eben schon noch ein Unterschied.)

Um hier eine sahnemäßige Überleitung zum zweiten Tag zu schaffen: Unterschiedlich verlief auch mein Sonntag im Vergleich zum Samstag. (Yessssssss) Day 2 begann lustig, aber sieglos mit einer Niederlage gegen … Sascha. Na danke. Unserer Meinung nach wäre dieses hochklassige Nord-Süd-Duell natürlich das perfekte Feature Match gewesen, aber no Dice. (Das ist eine Tech, die ich von einem bekannteren deutschen Spieler gelernt habe, dessen Name hier unerwähnt bleiben soll: Jedesmal, wenn die Judges vor Beginn der Runde die Feature Matches ausrufen, ganz überrascht tun, dass man diesmal keins bekommen hat. Ich weiß zwar nicht, ob der besagte Spieler nur trollen will oder wirklich der Meinung ist, er hätte jede Runde ein Feature Match verdient, aber Tech bleibt Tech.)

Aber im Endeffekt war’s ganz gut so, denn es müssen ja nicht unbedingt mehr Leute als nötig sehen, wie ich in Spiel 3 von Sascha eingemacht werde. Wobei ich dieses dritte Spiel vielleicht hätte gewinnen können: Sascha ist on the Play und legt Turn 2 einen Hangarback Walker. Meine Hand ist: Windswept Heath, Sandsteppe Citadel, Fleecemane Lion, Abzan Charm und noch ein bis zwei irrelevante Spells. What’s the Play? Spiele ich Fetchland, Löwe und gehe das Risiko ein, Turn 3 kein Abzan Charm spielen zu können, wenn ich kein ungetapptes Land ziehe? Oder mache ich einfach Citadel, Go, wodurch mein Löwe erst mal auf der Hand versauert, ich aber sofort eine Antwort auf ein eventuelles Turn-3-Play von ihm parat habe?

Nach einigem Überlegen habe ich mich für den Fleecemane Lion entschieden, weil ich mir dachte, dass sich dieses Play nur dann rächt, wenn er in seinem dritten Turn ein Tier spielt, das größer ist als mein Löwe (also Anafenza, the Foremost) UND ich kein ungetapptes Land für meinen Charm ziehe. Aber es kam, wie es kommen musste – er spielt Anafenza, ich ziehe nur einen Tempel und ich werde für meine Gier direkt bestraft. Als ich seinen 4/4er charmen kann, legt er schon einen Siege Rhino hinterher und ab da bin ich einfach immer einen Schritt hinten dran, bevor mir ein Herald of Torment den Garaus macht.

Ich habe danach noch lange überlegt und mit vielen anderen Leuten gesprochen, was sie gemacht hätten (ohne Konsens), und mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher, dass es einen Fehler war, den Löwen zu legen. Das einzige Universum, in dem es besser ist, den Löwen zu spielen, ist eines, in dem Sascha kein Turn-3-Play hat, und das ist einfach super-unwahrscheinlich. Sascha hat – wie jeder Hamburger – eine beachtliche Range an Quatsch-Händen, die er keept, aber eine Hand, die nur Turn 2 Hangarback Walker als frühes Play hat, würde sogar er zurückschicken. Will sagen: Die mögliche Belohnung für dieses Play ist viel, viel kleiner als die mögliche Strafe, und deswegen war es wahrscheinlich falsch.

Die nächste Runde gewinne ich relativ problemlos gegen Jeskai, bevor ich zum wahrscheinlich verrücktesten Match meines Wochenendes antrete. Mein Gegner ist ein Franzose mit einer etwas anderen Version des rot-grünen Drachen Decks, das zusätzlich zum Tag Team aus Stormbreath Dragon und Thunderbreak Regent auch noch Sarkhan, the Dragonspeaker und Whisperwood Elemental ins Feld führt. Mono Fünf-Drop Control sozusagen. Im ersten Spiel traden wir beide viel miteinander ab, so dass wir beide irgendwann keine Permanents und keine Handkarten mehr haben, er jedoch noch eine Nissa, Sage Animist kontrolliert. An der Stelle überlege ich schon, aus Zeitgründen zu conceden, weil ich durch seine Nissa Zug um Zug stärker ins Hintertreffen geraten werde und mein Gegner wirklich uuuuuuuuuuunglaublich langsam spielt – was sogar den interessehalber zusehenden Judge dazu bringt, sich gelangweilt abzuwenden, aber nicht dazu, mal ein Slow Play Warning zu verteilen. (Ein Teil des Turnierspiels, den ich wirklich äußerst frustrierend finde, aber dazu später.)

Einfach so aufzugeben konnte ich aber auch nicht übers Herz bringen, denn immerhin könnte er ja auch mal zwei Turns bricken und ich ein Hero’s Downfall oder so ziehen, wodurch das Spiel wieder offen wäre. Also sage ich noch mal Go, er enttappt, zieht eine Karte, aktiviert die +1-Fähigkeit seiner Nissa … und zieht noch eine Karte, ohne sie vorzuzeigen.

Oh, oh.

Ich rufe sofort den Judge und wir erklären ihm beide die Situation. Der Judge meint, das wäre eine simple Game Rule Violation und das würde lediglich ein Warning geben, zur Sicherheit würde er aber nochmals Rücksprache mit dem Head Judge halten. Mit dem Ruling war ich sogar einverstanden, weil es offensichtlich war, dass hier keine böse Absicht und auch kein Cheating-Potenzial vorlag – mein Gegner hat auch sofort seine Hand vorgezeigt und sie bestand aus Mountain und Draconic Roar. In dem Moment fällt mir aber diese Geschichte mit Patrick Chapin und Ajani, Mentor of Heroes von einer der letzten Pro Touren ein – gab’s dafür nicht ein Game Loss? Ohje. In dem Moment kommt auch schon der Head Judge zu uns an den Tisch:

„I am sorry, but I’m going to have to issue a Game Loss for that.“

Mein Gegner fällt natürlich aus allen Wolken und versucht mit dem Head Judge zu diskutieren, aber das führt offensichtlich zu nichts. Der Head Judge macht ihm sogar klar, dass sie diese Regelung selber blödsinnig findet, aber sie nun mal anwenden muss und dass es unwahrscheinlich ist, dass sich hier regeltechnisch in Zukunft etwas ändern wird. Es ist echt eine seltsame Situation, wenn es eine Regel gibt, mit der wirklich ALLE unzufrieden sind (inklusive mir, dem Gegner), aber sie trotzdem zur Anwendung gebracht werden muss. Hätte ich mit 100-prozentiger Sicherheit gewusst, dass die Konsequenz meines Judge Calls ein Gameloss sein würde, hätte ich wahrscheinlich gar keinen Judge gerufen, und das kann ja auch nicht die Lösung sein. (Andererseits ist es irgendwo Karma, dass mein Gegner so ein blödsinniges Gameloss erhält, nachdem er uns mit seinem Slow Play locker sieben, acht Minuten unserer gemeinsamen Zeit gekostet hat.)

Im zweiten Spiel agiert mein Gegner immer noch unfassbar laaaaangsam, obwohl er 0-1 hinten liegt, und er sieht auch keinen Grund, meinen gut gemeinten Aufforderungen nachzukommen, sich doch ein bisschen mehr zu beeilen. (Dem daneben stehenden Judge war’s ebenfalls – mal wieder – egal.) Sein Glück, dass ich das zweite Spiel tüchtig verzocke, weil ich nicht weiß, was meine eigenen Karten machen. Mein Gegner hat abermals einen ziemlich guten Draw und flooded das Board mit Mana-Kreaturen, Coursern und Thunderbreak Regent. Ich finde die ganze Zeit kein Languish, um sein Board abzuräumen und zu allem Überfluss weiß ich von seinem Courser of Kruphix, dass er ein Whisperwood Elemental oben auf der Bibliothek liegen hat – bald ist also auch ein Languish kein Out mehr. Ich ziehe meine Karte (eine Nissa, Vastwood Seer) und sehe mit meinem eigenen Courser oben … Languish! Na toll, ohne Spot-Removal für das Whisperwood Elemental bist du genau einen Turn zu spät, hrmpf. Die einzige Möglichkeit, wie ich in diesem Turn an das Languish rankomme, wäre die +1-Fähigkeit von Nissa, aber diese mischt ja zuerst einmal meine Bibliothek, bevor ich sie flippen und aktivieren kann.

…dachte ich.

Denn was ich durchaus machen kann, ist Nissa zu spielen, nicht zu suchen (May-Ability), und die Nissa mit Hilfe meiner Llanowar Wastes von der Hand zu flippen, ohne mischen zu müssen. Dadurch hätte ich auch noch praktischerweise genau vier Mana für Languish übrig gehabt. Aber dass es eine Option ist, ihren Enters-the-Battlefield-Trigger nicht auszuführen, habe ich in diesem Moment einfach nicht gecheckt. Das sind wohl die Momente, die den durchschnittlichen Zocker vom guten Zocker unterscheiden. Argh. Ich mache also irgendwelchen anderen Quatsch, fresse im nachfolgenden Turn viel mehr Schaden als ich eigentlich müsste und sterbe dann an einem getopdeckten Stormbreath Dragon. Wenn ich sein Board sofort wrathe, verliere ich mit meiner nachfolgenden Elspeth wahrscheinlich nicht mehr.

Im dritten Spiel wird die Zeit (offensichtlich) knapp, aber ich wähne mich in einer ganz guten Ausgangssituation, bis er wieder vier Fünfer-Drops am Stück von oben zieht und mir langsam das Removal ausgeht. In seinem fünften Extra Turn kontrolliert er einen monströsen 7/7 Stormbreath Dragon und einen Deathmist Raptor. Ich kontrolliere einen Siege Rhino und bin auf zehn Leben. Er hat also eine Menge Outs – entweder Removal für mein Nashorn, Direct Damage ins Gesicht oder ein weiteres Haste-Tier, nachdem meine letzte Handkarte ein Land ist. Er zieht, macht einen unglücklichen Gesichtsausdruck und greift mit beiden Tieren an. Ich blocke den Raptor und freue mich schon, dass er anscheinend nichts gezogen hat. Nach dem Trade gehe ich auf drei und der fünfte Extrazug ist vorbei – Draw also. Da fällt mir auf, dass seine hinter ihm stehenden Freunde allesamt kreidebleich im Gesicht sind und ich frage mich schon, was hier los ist … bis mein Gegner laut „Oh no!“ schreit und frustriert seine Handkarte auf den Tisch schmeißt.

Draconic Roar.

Wtf. (Ich frage mich sowieso, was dieses Roar in Spiel 3 überhaupt noch im Deck zu suchen hat, aber gut.) Verrücktes Match. Er schafft es nicht, die beiden Spiele zu gewinnen, die er eigentlich hätte gewinnen müssen, und ich schaffe es, das eine Spiel zu verlieren, das eigentlich an mich hätte gehen müssen. High Level Magic, wohin man auch blickt.

Im Rückblick hätte ich diese Runde aber wohl besser concedet, denn jetzt befinde ich mich im Draw Bracket und dort steigt die Chance exponenziell, irgendwelche Quatsch-Decks wie Constellation oder Sphinx’s Tutelage anzutreffen, gegen die man als Abzan-Control-Pilot wirklich nicht spielen möchte. Wie bestellt darf ich dann auch in der nächsten Runde gegen GW Constellation antreten, kann mir aber heroisch nochmals einen Draw erkämpfen. Da bin ich tatsächlich ein bisschen stolz auf mich, dass ich dieses zweite Spiel noch gewonnen habe, weil ich eigentlich schon längst hätte tot sein sollen, ich ihn aber mit seinem Den Protector zu einem massiven Misplay verleiten kann. (Ich zettele einen irrelevanten Kampf mit Dromoka’s Command an, den er unbedingt gewinnen will, weswegen er sich mit seinem Den Protector sein eigenes Dromoka’s Command holt, anstatt einfach Mastery of the Unseen, Starfield of Nyx oder Elspeth, Sun’s Champion zurückzuholen, mit denen er sofort gewinnen würde. Ich enttappe, spiele eine Elspeth, die ich mir oben hin gescryed habe und töte ihn mit ihrer Ultimate.) Das hält ihn natürlich nicht davon ab, sich nach dem Match bei seinem Buddy auf Französisch über seinen schlechten Draw zu beschweren, aber whatever.

Im x-2-2 Bracket darf ich auch direkt nochmal gegen Constellation antreten (und werde diesmal ordentlich vermöbelt), wie auch gegen einen abermals unfassbar langsamen GW-Aggro-Spieler, aber da war’s egal. Wenn ich eh nie meinen dritten Land Drop treffe, kann er sich ruhig alle Zeit nehmen, die er braucht. Am Ende lande ich also mit einem unbefriedigenden 9-4-2 weit außerhalb der Preisränge. Aber wer weiß – gegen Sascha hätte ich womöglich gewinnen können und gegen den RG Dragon Franzosen auch, von daher lag’s ganz allein an mir selbst. Außerdem hätte ich gegen den Franzosen auch einfach aufgeben können, um dem Draw Bracket zu entgehen und bessere Matchups zu kriegen. Aber ich hatte die Hoffnung, statt Constellation ein paar sweete Mirror Matches abzubekommen, weil in denen fühle ich mich ganz geübt.

Kleiner Einschub zu Slow Play und Draws: Ich bin momentan ein bisschen frustriert, was dieses Thema angeht, weil ich in letzter Zeit wirklich übermäßig viele langsame Gegner hatte. Vor London habe ich zwei Modern-PPTQs mit Grixis Twin gespielt, wo ich immer das Gefühl hatte, dass mir vielleicht 25 Prozent der Rundenzeit zur Verfügung stehen und meine Gegner die anderen 75 Prozent für sich beanspruchen. Ich habe es auch schon aufgegeben, bei Slow Play den Judge zu holen, weil der in solchen Situationen eh nichts ausrichten kann oder will – siehe der Judge aus meinem Spiel gegen den Drachenmann.

Das Problem ist dabei nicht nur, dass manche Spieler zu langsamen, komplizierten Decks greifen, mit denen sie zu wenig Übung haben. (Bei einem der beiden Modern-PPTQs gab es angeblich einen Grixis Control Spieler, der vier Draws in sechs Runden angesammelt hat.) Das Problem ist auch, dass viele Spieler einfach viel zu langsam sind, was die grundlegenden Aktionen des Spiels angeht. Ich kenne Leute, die 30 Sekunden brauchen, um korrekt ihr Mana für einen Spell zu tappen. Oder die unbedingt auf nutzlose, zweiminütige Pileshuffles vor jedem Spiel bestehen. Oder die (mein Favorit) in jedem Drawstep die Karte gaaaaaanz langsam über den Tisch ziehen, bevor sie die Karte endlich in ihre Hand nehmen. Das sind alles kleine Dinge, aber gerade bei langsamen Decks summieren die sich einfach. Ich schwöre: Wenn ihr zu viele Draws kassiert, bemüht euch einfach schneller zu tappen und zu ziehen und lasst den Quatsch mit dem Pileshuffeln – schon werdet ihr auf jeden Fall weniger Draws haben. Satisfaction guaranteed!

Ich bin auch der Meinung, dass das Draw Bracket abgeschafft werden sollte. Stattdessen sollten Spieler im Draw Bracket einfach gegen Leute ohne Draws hoch- oder runtergelost werden. Einerseits erzeugt das Draw Bracket ein verzerrtes Sub-Metagame, weil ein Deck wie Mono-Rot dort schlichtweg nicht existent ist. Und andererseits begünstigt das Draw Bracket weitere Draws, weil es tendenziell langsame Spieler und/oder langsame Decks gegeneinander paart. Dadurch verzögert es auch unnötigerweise den gesamten Turnierablauf. Es gibt bestimmt gute Gründe für den Erhalt des Draw Brackets, meine Idee ist jetzt auch nicht hundertprozentig durchdacht – also wenn ihr Argumente dafür (oder dagegen!) parat habt, lasst es mich einfach in den Comments wissen.

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Was ist jetzt die Lösung in diesem Standardformat? Gute Frage. Ich muss definitiv zugeben, Abzan Aggro unterschätzt zu haben. Mein Hauptargument gegen das Deck war immer das schlechte Matchup im Quasi-Mirror, aber mittlerweile ist das Matchup gefährlich nahe an der 50:50-Grenze. Brad Nelson glaubt sogar, dass Abzan Aggro ein gutes Matchup gegen die Control-Variante hat, wodurch Letztere endgültig obsolet wird. Diese Perspektive halte ich für übertrieben, aber Fakt ist, dass Hangarback Walker dem Deck wirklich sehr viel mehr geholfen hat, als ich vermutet hätte. Ich dachte immer, dass der Walker keine große Sache für Abzan Control ist, weil man ihn mit Abzan Charm handlen kann, aber dieses Argument gilt nur so lange, wie man auch tatsächlich einen Abzan Charm parat hat – denn in vielen Fällen musste man den Charm zuvor schon auf einen anderen Threat verwenden. Im Gegenzug liefert der Walker Resistenz gegen Languish, Synergien mit Anafenza, the Foremost und Dromoka’s Command sowie einen herausragenden frühen Blocker gegen Mono-Rot. Wahrscheinlich hätte ich mir das Matchup von Abzan Aggro gegen Abzan Control nochmal genauer ansehen müssen, dann wäre mir das hoffentlich ebenfalls aufgefallen.

Da will ich also auf jeden Fall noch ein bisschen Feldforschung betreiben, und bis zum Grand Prix Prag am Wochenende will ich auch noch an ein paar Control-Decks weitertüfteln. Till Riffert meinte schon in London zu mir, dass Control eigentlich total gut positioniert sein müsse momentan, und ich kann mir gut vorstellen, dass er (wie so oft) recht hat. Immerhin ist das Metagame relativ kreaturenlastig und klar definiert, was es einem Control-Deck erleichtern sollte, dem Feld aufzulauern. Mal schauen, was die nächsten Tage bringen.

Wir sehen uns dort!
Flo

Abzan Control at GP London, Part 1

(First things first: Currently debating whether to write this blog in English or German, so if you have an opinion on that, help a brother out!)

KLICK ME, I’M A STRAWPOLL

It’s Thursday as I write this and I’m still weirdly sleep-deprived from the weekend. Spending the whole night at Gatwick Airport to save some money seems to be a worse idea than it used to be …

GP London was still a ton of fun, though, and also a very interesting tournament when it comes to figuring out this Standard format – so I thought I might write a little bit about what we played, how we arrived at our conclusion(s) and some interesting games I had.

I mostly prepared for this tournament with partners-in-crime Andi Reling, Sascha Schwarz and Mike Hofmann. Our testing began pretty much as expected, with Mike retreating into the Mystic Monastery, Sascha building a bunch of Abzan decks and me yelling at Sascha because almost none of them contained Courser of Kruphix. It’s really weird to me how someone who loves playing Control decks so much can have such a strong bias against a card that basically reads „This card generates value“, but that’s how it is. Sascha quickly zoomed in on the aggressive version of the archetype, figuring it gave him a better chance against the new decks that were popping up at the Pro Tour (and because it gave him an excuse to cut Courser). Consequently, we basically had the Abzan Aggro deck with Hangarback Walker three days before San Diego (which was not a terribly difficult discovery to make), but we were unsure if this deck really gave us better chances against the field than Abzan Control.

Andi and I really liked the look of the deck, but the matchup we expected to face the most was Abzan Control itself, and the aggro version is historically bad against that. Now that Abzan Control also got Languish from Magic Origins, we figured that the matchup might be even worse and running the aggro version in a field full of Abzan Control was too high a risk. (Judging by the Top 8, we were likely wrong on that, but more on that later.) Sascha even made a spreadsheet and everything, comparing the matchups of the different Abzan versions across the board and concluding that Abzan Aggro would likely be the best choice. Andi and I disagreed on that, since we didn’t really expect a ton of Sphinx’s Tutelage, Constellation and Rally the Ancestors decks, which were among the matchups that improve the most by playing the Aggro version. (It’s true that Tutelage and Constellation met in the finals just the week prior, but we expected those two performances to mostly be a fluke. Luckily, we were right on that.) What we did expect in great numbers, though, was Abzan Control, and we really wanted to make sure we had a solid matchup against that. With that in mind, Andi and I arrived at the following Abzan list:

4 Sandsteppe Citadel
4 Temple of Silence
4 Temple of Malady
4 Windswept Heath
2 Llanowar Wastes
2 Caves of Koilos
4 Forest
1 Plains
1 Urborg, Tomb of Yawgmoth

4 Courser of Kruphix
4 Siege Rhino
3 Den Protector
3 Nissa, Vastwood Seer
1 Tasigur, the Golden Fang

3 Elspeth, Sun’s Champion

4 Abzan Charm
3 Hero’s Downfall
3 Languish
2 Ultimate Price
1 Bile Blight

3 Thoughtseize

SB:

3 Fleecemane Lion
3 Dromoka’s Command
2 Read the Bones
2 End Hostilities
1 Duress
1 Bile Blight
1 Utter End
1 Ajani, Mentor of Heroes
1 Ugin, the Spirit Dragon

Same ol‘, same ol‘. It’s funny how the more we tested and the more different cards we tried, the closer we got to the same configuration Patrick Chapin, Matt Sperling and others played at the PT and in Grand Prix San Diego. It’s almost like those guys are good at Magic or something. We tried a lot of stuff like Hangarback Walker or maindecking Dromoka’s Command, but in the end, this list looked pretty solid to us. Languish is a card I initially didn’t like too much, but has grown on me exponentially. It’s poor in the mirror, but every other relevant deck is based on small- to medium-sized creatures (even Devotion) and Languish shines in those matchups. I also completely cut Thoughtseize from the maindeck for a while, but luckily Andi convinced me to put them back in. The thing is, Thoughtseize is really not that great against a lot of our expected matchups, but it is still the best cheap card to have against the field, since no matter the matchup, at least it does something, unlike cards like Dromoka’s Command or even Hangarback Walker. Thoughtseize is more of an early drop in this deck than anything else. It gets boarded out a ton, but I think cutting it is a mistake.

In retrospect, I have mixed feelings about our sideboard. I liked going to End Hostilities instead of Tragic Arrogance, since we decided to ignore the Constellation matchup anyway and just wanted to have a card that is reliable against other green decks. Tragic Arrogance obviously has a higher ceiling in those matchups, like when you wrath them for everything except their lowly Elvish Mystic while you get to keep Courser and Siege Rhino, but in those matchups, it doesn’t really matter if your creature stays in play or not. You might win some turns faster, but wrathing them probably wins you the game anyway, since it sets the game up in such a way that you can grind them out. Also, Elvish Mystic typically dies to Languish beforehand, and a savvy opponent might even chumpblock with their weakest creatures to play around Arrogance. However, you really don’t want to face a board like Mystic, Boon Satyr, Hangarback Walker when holding Tragic Arrogance, or the card will be aptly named. Those matchups are typically fine for you, so it’s really about avoiding worst-case scenarios, which is why we went with End Hostilities. (Against the Thopter deck, Arrogance is obviously better, but End Hostilities is still great because it kills attached Auras and equipments.)

Ajani, Mentor of Heroes is mostly there for the mirror, which we wanted to improve further, as well as the odd control matchup. Utter End is just a nice catch-all and not as clunky as you might think since sideboarded games tend to slow down considerably. I know Andi hates the card with a passion, but I liked it. Three Dromoka’s Command were at least one too many. I think I’d cut the third copy for something like an Unravel the Aether or a Glare of Heresy moving forward.

We actually didn’t test a lot of other decks, to be honest, since we always expected Abzan to be the best. I did try some fringe decks like RW, but they were mostly as bad as estimated. I was also interested in Jeskai, but I figured I could leave that task in the capable hands of Mike, our resident Monastery Mentor. After he emerged from a testing session with Marc Tobiasch declaring that he would play Thopters, I knew that I could safely discard Jeskai as a potential deck choice.

When Andi and I arrived at the site Friday afternoon to meet up with the others and play some games, we found Sascha deeply immersed in some test matches against Jasper Grimmer and Christopher Passow. Apparently, the three thought they had broken it by including Avatar of the Resolute in their Abzan Aggro deck, which gave the deck a sorely needed additional two-drop as well as the potential for some really broken starts. At that point, I was actually very close to jumping ship and playing their aggro version. Christopher, Sascha and Jasper are all players I have a ton of respect for and if all of them insist that their deck is great, there is likely some truth to their statement. They were even so convinced by their innovation that they tried to buy all copies of Avatar of the Resolute in the room – only to be foiled by a trader who had a three-digit number of them in stock. Unlucky.

Playing some games against our Abzan Control list even showed that the matchup is likely to hover around 50:50 since they included Herald of Torment as well, probably the most dangerous card Abzan Aggro can employ against the control version. I decided to the test the list in a side event, but after Andi revealed to me that he left all of his cards in our hotel room (booh), I abandoned that plan and just jammed Abzan Control. After going 3-1 in the side event, I concluded that Abzan Control was probably fine and stuck to my guns after all. (You might also call it laziness.)

In the end, I’m very happy about that decision, since Sascha was the only one of about six people who did even remotely well with the deck. Jasper went 1-3 drop, and Christopher was also out of competition quickly enough to focus on other activities (Tinder, crushing people with UR Thopter in side events). In retrospect, trying to jam a GG two-drop alongside some double-black creatures and a bunch of white cards was probably too ambitious. The Berlin guys actually taught me another tech, though: Tired of forgetting who you lent cards to? Actual no idea who you borrowed that random Mythic from? Just snap a photo of them and the card in question with your smartphone beforehand. Makes for great memories AND a convenient way to keep track of your cards! (You don’t even have to remember their name!) Although, judging by the picture I took after borrowing an Ajani from Jasper, I clearly have yet to master the technique:

Next up: The actual tournament, along with my good Day 1, my less good Day 2 and some really crazy games. See you then!

Flo

Why I like the new PTQ system

After competing in the first round of Regional PTQs and getting 9th (boo) with my Den Protector Abzan Deck, I originally wanted to talk about my tournament and my deck, which I really liked. But I’m gonna postpone that for now since that whole tournament experience really got me thinking about the new Regional PTQ system, so I figured it might be more interesting to write about those thoughts first – where I stand on the new system and what measures I’d propose to improve it further.

Let me preface this entry by saying that everything that I’m about to write is solely applicable to my own, individual perspective. Based on where you live and how much you’re willing to commit to Magic, your opinion of the new system might be a completely different one, and that’s just as correct (or wrong) as my opinion. I’m just trying to explain why I feel that the new system is great for me and I’m certainly not gonna be able to speak for every Magic player out there. Though, if you do feel strongly about the new system one way or the other, I encourage you to voice your opinion in the comments (German or English) – I’m going to compile all of your feedback in a neat e-mail to Wizards should there be enough of it. And I’m certainly gonna try to get some of the WotC folks to read this post.

How it used to be

Explaining why I like the new PTQ system is probably easiest by explaining why I disliked the old one. Around 2011 or 2012 (I think?), the number of PTQ tournaments in my region (Southern Germany) dwindled from around six or seven down to three or four. A lot of these PTQs that got taken away from us were instead awarded to the United States, but also to emerging markets like Italy. That might have been justified, but it made PTQs a lot less enjoyable for me personally.

Part of the reason for that is that I simply had less tournaments to go to. It’s not like I actually played all seven PTQs of a given season before; I basically never did that. But having half a dozen PTQs in my vicinity gave me the luxury to skip some of them and only attend those where I had the time and desire to actually play in. I didn’t have to feel bad about skipping a PTQ in Nuremberg, knowing there’d be another one in Salzburg a week later.

That all changed when the number of PTQs in my area got sliced in half. Now I actually felt compelled to compete in every PTQ in my area, because skipping one had a much higher cost all of a sudden. If there was a PTQ in Nuremberg, I basically had to play in it, because there was no ersatz event I could attend in its place. I never was dead-serious about qualifying for the Pro Tour, but if I did want to give it kind of a shot, I couldn’t afford to skip events willy-nilly like I used to.

Of course, after one or two seasons, I did that anyway, hitting up more GP’s in their stead and marking the point where I simply didn’t pursuit PTQs anymore, at least not in a serious manner. I always attended my hometown PTQ in Munich if we had one, and I was still down for the occasional crazy roadtrip, but there were also seasons where I played no PTQ at all. Looking back in my DCI history, I realize that I played in only four Pro Tour Qualifiers in all of 2013, for instance.

The other reason is that by cutting the numbers of PTQs in half, the remaining PTQs got a lot bigger. The relocation of PTQs also came at a time when the Magic boom of ‘09 began to translate into the tournament scene, leading to higher attendance numbers in general. PTQs went from having 60 to 70 players to having 150 players in some cases, especially when it was Sealed season. The consequences being

  • You had a winner-takes-it-all style tournament where 149 players had nothing to show for except maybe some boosters and a playmat. I can accept a tournament structure like that with 60 to 70 players, but with double that number, I felt it was getting ridiculous. (I also greatly dislike WMCQ’s for that reason, fwiw.)
  • In some cases, tournament organizers were not prepared for that many players, leading to overcrowded venues and bad tournament experiences. Some TOs had to introduce a cap, which meant turning away players who actively wanted to give you money.
  • More players also meant longer tournaments, so you pretty much had to spend your whole Saturday on a PTQ, not even being able to make plans for the evening if you did reasonably well. (Plus, you obviously had longer overall travel times if you were starting to hit up more remote tournaments in response to the PTQ cuts.)

So to summarize: PTQs were getting sparse, and when there were any, they were grueling, crowded and creating a lot of feel-bad. I feel like the new RPTQ systems addresses all of those problems in very elegant ways.

How it’s now

First, you have a fair number of tournaments to choose from again. That might actually not be great for the stores themselves, because it means that their player base is travelling more in lieu of attending local store events, but it’s great for me as a player. I can solely attend the events I really want to play in, and I can also allow myself the luxury of neglecting more elaborate road trips, because I have enough events to play in that don’t require me to travel extensively for them. Where a PTQ in Nuremberg used to be one of the nearest-located PTQs I could have attended, I can now attend like six PPTQs that are more convenient for me, including two in my hometown.

Second, the tournaments themselves are much shorter. I really enjoy the fact that I basically never have to get up at some ungodly hour for Magic anymore. I also love that I get to make plans for the evening of a tournament again. PPTQs are so much smaller that they have the luxury to start at later hours than a PTQ and still be finished earlier. So instead of getting up at 6AM and being home at 10PM, I now have to get up at maybe 8AM and be home at 8PM, and that’s already for one of the more extensive trips. I mean, I have no problem with getting up early to do something I love, but I’m also reaching an age where you really learn to appreciate the value of a good night’s sleep. (I’m getting old, is what I’m saying.)

And third, the new system mitigates feel-bad moments. As I said, I think it sucks that in a 150 player tournament, only one player can reasonably call himself a winner. Instead of three 150 player tournaments around Southern Germany, you now have like twelve 40-player-tournaments, which creates a lot more winners. Of course, the award for your win is much less valuable now, but it still makes you feel kinda good about yourself. The Regional PTQ’s also solve this problem by awarding four to eight Pro Tour slots, leading to a structure where a good five to ten percent of attendants can call themselves winners.

Improving the RPTQ experience

I didn’t really know what to expect from the first RPTQ when we arrived at the Cerny Rytir in Prague Saturday morning, but I gotta say that this was one of the most fun non-Nationals tournaments I’ve ever played in. (Just wanted to make a very subtile plug that I really miss Nationals.) All the players were focused, competent and highly competitive, but still relaxed and just happy to be there, which I think is the perfect spot to be in when it comes to high-level Magic tournaments. In that sense, the RPTQ kinda felt like a GP Day 2, and I think that’s a very good thing.

With competitors from the Czech Republic, Poland, Hungary, Slovenia, Slowakia, Croatia, Austria, Southern + Eastern Germany etc. in attendance, the tournament also kinda felt like some sort of Eastern European Championship, which I really liked. I wonder if we could play that aspect up a bit. What if we rebranded the RPTQs to something like the “Regional Championships”? Eight invitation-only tournaments all over Europe every quarter, and the four best players of each tournament can call themselves Regional Champion and gain a qualification to the Pro Tour. Wouldn’t that sound much cooler? (Maybe even with an end-of-the-year tournament for all the Regional Champions in a given region, if we’re already spitballing?)

A good indicator for how cool a tournament sounds is telling (non-Magic-playing) girls about what you’re doing this weekend. Grand Prix? Sure, sounds kinda exciting. Pro Tour? Oooh, I guess you have to be good in order to play in those. Regional PTQ? Meh, sounds boring. But a Regional Championship? People can probably grok what that is.

I feel like a rebranding is also important to make the RPTQs attractive for newer and/or more casual players. I’ve made the experience that a lot of those players enjoy playing in PPTQs, since they’re sweet local events, but have no desire whatsoever to play in an RPTQ. Maybe that is by design, but I doubt that the amount of RPTQ slots being straight-up sold in the finals of PPTQs is in WotC’s best interest. My finals opponent from the PPTQ I won didn’t care about playing “in another PTQ three hours away”, as he put it, so he happily conceded to me. But I bet he would’ve cared about playing in a Regional Championship.

The title “PTQ” is obviously good for indicating what the primary path to the Pro Tour is, so a rebranding effort certainly comes at a cost. But I honestly don’t think it matters that much. More enfranchised players already know about all the paths to the PT, and less enfranchised players either don’t care about the PT or can get that information elsewhere. Plus, GP’s seem to have become a better source for Pro Tour slots anyway.

Other than that, I really feel like Wizards were trying to make the tournament feel special, and they succeeded in a lot of areas. The prize payout was obviously great, for example. I also like the idea of making coverage mandatory for every TO, but I don’t know if the production of a video coverage is a realistic requirement, as a lot of people on social media suggested. For one, video coverage takes up a lot of resources, good video coverage at least. It also takes up a lot of physical space that many TO’s probably don’t have. I have no idea where Prague’s Cerny Rytir could’ve stored all the necessary equipment, and I’d be sad if they never received another RPTQ again. But I think it’s realistic to demand a text coverage at the very least. If a very dedicated TO wants to produce video coverage – great. But text coverage requires like one dude with a laptop, and that’s something every TO should be able to deliver. (And then you can link to all the coverages from the Wizards website.)

Oh, and one last thing: I feel like it was a gross oversight that the RPTQs didn’t get their own #RPTQ hashtag on Twitter. I was really excited to see what was going to happen at the other RPTQs all over the world, but the lack of a mutual hashtag made that a lot more difficult than it needed to be. Some people eventually made #RPTQ their own hashtag, but it kinda felt like a wasted opportunity.

So, in summary: I think the new PTQ system is awesome, and I can’t wait to compete in my next Regional PTQ. On that note, I think it would be great if the top 16 of every RPTQ automatically qualified for the next one, and I’m totally not biased on that, I swear.

See you guys around!

Flo

HOW DID YOU LIKE THE NEW SYSTEM? DISCUSS!

GP Krakow and Standard moving forward

GP Krakow is in the books, and since I attended that event and since I think that its results are really interesting, I thought I’d write a little bit about our preparation and my thoughts about the format in relation to the RPTQs taking place this weekend. Also, the group I prepared with produced one player who 9-0’d Day 1 (Andi Reling) and one who missed Top 8 by the narrowest of margins (Sascha Schwarz), so our view of the format seemed to be at least somewhat spot-on.

TESTING

I was fortunate enough to prepare with the following group of people: Mike Hofmann, Ashraf Abou Omar, Sascha Schwarz and Andi Reling. We’ve become a relatively close group over the last one, two years or so, largely introduced to one another by our sixth member Benny Paulmaier (who didn’t attend due to being the laziest person on earth).

Now, these are all very talented and accomplished players, and I have no doubt that I rank among the least-skilled players of that group. (Although I like to think that I’m still able to contribute by being good at discussing theory, figuring out logistics and being kind of a buffoon.) What is even more important, though, is that everyone of those guys is one of the friendliest and funniest people imaginable, which makes it actually desirable to attend GPs in the first place. Magic really is about the people, and having great friends to share it with is the most important thing.

Anyways, we quickly established the following assumptions about the format:

1.) Thunderbreak Regent is a giant trap.

I’m not saying the card is bad or anything, because it’s clearly not. But most of the decks playing the card are just atrocious right now. Thunderbreak Regent mostly sees play in green fattie decks with ramp elements or slower, control-ish Jeskai decks, and both these archetypes in their current form can’t beat Control in a million years. We actually tried a lot of Thunderbreak Regent decks, especially of the Jeskai variety, and the issue was always the same: You really needed to curve out perfectly from turns two until five to have a shot against Esper Control’s superior answers, and that simply doesn’t happen enough of the time. Not to mention the fact that you flat-out don’t have a good two-drop to apply pressure apart from maybe Stratus Dancer. And as soon as you try something different and play a longer game with Dig Through Time and stuff like that, you’re just playing right into Esper’s strengths.

The green decks can bridge the gaps in their curve by playing ramp creatures, but it’s just delusional to think you can beat Control with 4 Elvish Mystic and 4 Sylvan Caryatids in your deck. Especially if you also run garbage like Roast and Draconic Roar. The Thunderbreak Regent deck that impressed me the most was an aggressive RW deck I faced on Sunday, with a lot of burn and aggressive Two-Drops (Soulfire Grand Master, Seeker of the Way). That deck can also draw the most use out of the Regent’s triggered ability.

2.) Esper Control is the best deck in the format.

If it looks like im harping on the matchup against Esper Control a lot, that’s because I am. We quickly identified Esper as the best deck, closely followed by Abzan and Mono-Red. I guess that’s not so much an “assumption” as “stating the painfully obvious”.

3.) The field is going to be prepared for Mono-Red and Esper.

Aaaaaand here is where our predictions fell apart. Both strategies are very streamlined and eminently beatable if you’re just trying, and we expected most people to do so. We assumed that the metagame would become more adapted against Esper after the Pro Tour, and playing with Esper against a bunch of Mono-Red decks, Esper decks tuned for the mirror and green decks packing Den Protector/Deathmist Raptor didn’t seem very appealing to most of us.

The problem was that this didn’t happen. Flat-out nobody respected Esper and they got severely punished for that. I don’t know if it was laziness, insufficient time to prepare or just an incorrect assumption of Esper as an archetype, but people basically played last week’s decks and got crushed by a deck that was already crushing last week’s metagame. That really shouldn’t happen by this severity.

I don’t think that the issue is that the Esper deck is broken or anything, as the cards to beat it are definitely out there. People just didn’t play them. Not even the Esper player themselves respected the Esper matchup. For instance, Sascha, Mike and Ashraf quickly identified Stratus Dancer as a great card in an Esper-dominated metagame, and Sascha played three copies of it in his Esper sideboard (he actually regretted afterwards not running the fourth). Sascha exclusively played Esper mirrors on Day 2, and he went 3-1-2 against them, his one loss against Alexander Hayne being due to a mulligan to five in the decider. His wins were largely due to having actual sideboard cards for the matchup, in contrast to most of his opponents.

I think Dragonlord Ojutai is another reason why people underestimated Esper, because it made a lot of cards that are normally strong against Control worse than most people assumed. It’s easy to look at an Esper decklist and say “Oh, this deck can’t beat Mastery of the Unseen/my quick red start/random card I didn’t think of”, but Esper actually has a solution for all those problems. And that solution is “Just kill them with Ojutai.” If your plan B is a 5/4 Thieving Magpie on steroids that basically has hexproof … then yeah, your Plan B is good.

So here is what we ended up with, deck-wise:

Sascha definitely made the smartest choice and simply ran Esper, correctly assuming that people wouldn’t run as much hate as we feared. It also helped that Sascha had two weeks off before the event, allowing him to test endlessly on Magic Online and learn the deck inside out. I guess being in the army has its perks. We all had a hand in his decklist in some capacity, but we still didn’t have the foresight/the balls to just jump ship and do what he did. Sascha 8-1’ed Day 1, started 3-0 on day 2 and had to win one out of the next three matches to draw into the Top 8. Unfortunately, his opponents in rounds 13 and 14 each narrowly equalized the match score in the extra turns, and round 15 saw Sascha mulligan to five in the decider.

Andi simply ran CFB Pantheon’s Abzan Control decklist from the PT, since he knows his way around a Siege Rhino and didn’t find a deck he really liked. That approach paid off handsomely on Day 1, where Andi won a bunch of mirrors to find himself at 9-0 come Sunday. The problem is that by the Pantheon’s own admission, their decklist needed like one or two sideboard cards more against Esper to really have a good matchup against it… which Andi found out the hard way by losing the first three rounds of Day 2 against Esper. So yeah, it’s probably fair to say we underestimated it, too.

Ashraf, for the most time, was undecided on which deck to play, ultimately settling on Mono-Red in the end. I think Ashraf is a very emotional player who really needs to find a deck he loves to perform at his peak, and while Mono-Red was a smart choice in my opinion, it certainly wasn’t one he was happy with. It obviously helps that he is a strong technical player, but in the end he failed to make Day 2 after starting out 5-0.

Mike is kind of a Jeskai expert, living in the Mystic Monastery since the day Wizards began to force the clan names down our throats. If anybody can make this color combination work, it’s probably him, so Mike decided to go with what he knows best. Unfortunately, he crashed and burned at the GP, reinforcing my belief that the color combination is poorly positioned right now.

As for myself, I ran this monstrosity:

 Bant Heroic

4 Favored Hoplite
4 Hero Of Iroas
2 Lagonna-Band Trailblazer
3 Seeker of the Way
1 Battlewise Hoplite
1 Abzan Falconer

2 Ordeal of Heliod
4 Ordeal of Thassa
1 Aqueous Form

2 Ajani’s Presence
4 Defiant Strike
4 Dromoka’s Command
4 Gods Willing

2 Treasure Cruise

1 Forest
1 Island
4 Plains
4 Flooded Strand
4 Mana Confluence
2 Temple of Enlightenment
1 Temple of Plenty
4 Windswept Heath
1 Yavimaya Coast

Sideboard:
1 Lagonna-Band Trailblazer
2 Aqueous Form
2 Encase in Ice
1 Ordeal of Heliod
2 Disdainful Stroke
3 Stubborn Denial
2 Treasure Cruise
1 Kiora, the Crashing Wave
1 Island

Now this looks like a decklist only Tom Ross could love. While I normally tend to shy away from glass cannon decks like this, I really thought that this archetype had a lot going for it. I knew I wanted to play something proactive, because the format was looking very spread out with Mono Red and Esper as Decks to Beat on completely different sides on the spectrum. I also knew that I didn’t want to have a bad matchup against either of them.

Bant Heroic has a close matchup against Esper, but a good-to-great matchup against basically every creature deck out there, including Abzan Aggro and Mono-Red, both decks which I expected in great numbers because of their (perceived) good matchup against Esper. Also, this very likely is the best Dromoka’s Command deck in the format. The only really bad matchup is Abzan Control, but I didn’t expect the deck to perform very well this weekend.

Of course, while you might have a good matchup against lots of decks on paper, there is still another enemy to overcome with decks like these: Your own library. Sometimes you will just lose to your own draws with a deck like Bant Heroic, and there’s nothing you can do. And that’s probably something I didn’t put into account enough while testing and theorizing. I still think the deck is good, though: A slightly different, but interesting version of the deck got 9th, and another player from Munich Day 2’d with basically the same decklist as mine.

It might be that my decklist was just bad and the list that made T16 is the way to go. I changed some things from Tom Ross’ original list, like the two Monastery Mentors which I found to be atrocious. (It is true that your deck is very good at protecting them, but there basically never is a spot where you want to go wide.) Maybe I should have been more radical, though. Jan Ksandr’s list had some neat ideas, like the Heliod’s Pilgrims, which are slow but make the deck more consistent and can fetch Encase in Ice after sideboarding. I also hated Lagonna-Band Trailblazer against everything but Mono Red (which I never played), so maybe I should’ve just jammed more Battlewise Hoplites instead, even if that makes your manabase worse.

In the tournament, I went 6-3 (4-3 after byes), beating RG Devotion, RG Dragons and Abzan Control twice (my worst matchup!). My losses were to Temur Aggro, where I lost the die roll and mulliganed to five game 3; a heartbreaker against Esper Control where I managed to tap him out game 3 and needed to find one targeting spell with my drawstep or my Treasure Cruise, failing; and one against Abzan Control, where he had an early Thoughtseize and I just didn’t get anything going after that because I didn’t find another creature. That’s just how it is with this deck: Sometimes you steamroll them and sometimes they Thoughtseize your Favored Hoplite and you die with a bunch of Ordeals in hand.

I decided to copy Andi’s Abzan decklist for the Standard side event on Sunday, since I’m an avid Siege Rhino lover as well and wanted to get more experience about the holes in the deck and how I could fix them leading up to the Regional PTQ on Saturday. I was 3-1 before I mulliganed to oblivion twice in round 5 and dropped, but I still feel like I learned a lot.

  • Esper Control is definitely beatable, you just need a better plan for it. That plan could be hateful stuff like Nissa, Worldwaker, but I find that card to be very narrow and overrated.

  • Instead I’m more looking at the Den Protector/Deathmist Raptor interaction. They make the deck play out somewhat differently, but they do have the advantage that they are card advantage engines that are also serviceable blockers against MonoR, allowing you to drop stuff like Read the Bones from the maindeck. They aren’t very good at finding lands, though, which is definitely something that needs to be adressed in deckbuilding.

  • In the same vein, I really want to try out Sorin, Solemn Visitor again. Sorin is a card that is seldom great, but always serviceable against a wide array of matchups, and a card that is good against MonoR and Esper Control is something I am really interested in. It’s possible that Sorin just gets completely outclassed by Esper’s big, mean dragons, though.

  • Everything else is beatable by just jamming a bunch of Wraths. Also, everything is beatable by just drawing two Siege Rhinos.

This is where I’m at right now:

4 Den Protector
2 Deathmist Raptor
4 Siege Rhino
4 Courser of Kruphix
4 Fleecemane Lion

1 Dromoka’s Command
4 Abzan Charm
2 Bile Blight
3 Hero’s Downfall
3 Thoughtseize

3 Elspeth, Sun’s Champion
1 Sorin, Solemn Visitor

4 Sandsteppe Citadel
4 Temple of Malady
4 Temple of Silence
1 Urborg, Tomb of Yawgmoth
4 Windswept Heath
2 Plains
2 Forest
1 Caves of Koilos
3 Llanowar Wastes

Sideboard
1 Crux of Fate
2 End Hostilities
1 Sorin, Solemn Visitor
3 Drown in Sorrow
2 Read the Bones
1 Glare of Heresy
2 Ultimate Price
1 Thoughtseize
2 Duress

I took this list by Andrew Vaughn from the SCG Open T8 as a starting point. (As a side note, it’s really baffling how different this Top 8 looked from the one in Krakow.) Not too happy with the sideboard yet, but I really like where this is going. It’s possible that 4 Den Protectors is too much, and it’s actually also possible that Deathmist Raptor needs to go completely. I also might want a 26th land or a random Satyr Wayfinder, since this list has less raw card draw to hit its land drops. Time will tell, I suppose.

Best of luck to everybody competing in the RPTQs! Maybe I’ll see some of you in Prague.

Flo   

P.S: Follow me on Twitter! You know you want to.

Lurking through Liverpool, Part 2: The one where I actually play Magic

(You can find part 1 here.)

So on Wednesday I showed y’all this Sealed pool.

LiverPool

I stated that this pool gave me a really hard time during the deckbuilding period, to which a lot of you in the comments replied: „Wait, what? Isn’t it obviously Sultai?“ Well, those two sentiments are not mutually exclusive. :)

The thing is: This pool actually has a trap color in White. Blue is obviously good, but Red, Green and to a lesser extent Black are lacking in a lot of aspects, especially creatures. White, on the other hand, is not only deep, but has some good guys (Sandsteppe Outcast, Mardu Hordechief, Dragons) plus quality removal.

So my first instinct actually was to try to incorporate White somehow. Good white cards + good blue cards = great deck, or something like that. Ah well, if only Magic was that simple. The problem with that approach obviously is that I can’t utilize any multicolor cards in it, which not only lets me miss out on some powerful stuff, it also makes it very hard to cobble together 22 playables. So I’d definitely need to splash with the UW deck, but for that I simply do not have the manafixing.

Now, I definitely do understand that pools in this Sealed format are oftentimes dictated by what lands you open, and that a base UWx deck that has only one potential manafixer (Dismal Backwater) at its disposal is not exactly a recipe for success. That got increasingly clear to me as well during deckbuilding, but I had a really hard time resisting White’s siren’s call, causing me to waste precious time in experimenting with various White configurations instead of fine-tuning the Sultai deck. That’s why I found the pool pretty interesting – your manafixing clearly points you in one direction, but the color distribution actually pulls you somewhere else entirely. A lot of people I showed the pool to laid out a white deck at first as well, only to realize later on that White won’t actually work out at all.

I only gave up on White and settled on Sultai when there were like seven minutes on the clock, which almost assuredly led to the deck being not as well-built as it could’ve been:

Typhoid Rats
Archer’s Parapet
Icefeather Aven
Smoke Teller
Abomination of Gudul
Jeskai Windscout
Mystic of the Hidden Way
Shu Yun, the Silent Tempest
Ethereal Ambush
Feral Krushok
Torrent Elemental
Hooting Mandrills
Tasigur, the Golden Fang
Sibsig Muckdraggers

Douse in Gloom
Grim Contest
Rakshasa’s Secret
Sultai Charm
2 Whisk Away
Bitter Revelation
Enhanced Awareness

6 Island
5 Forest
4 Swamp
Dismal Backwater
Jungle Hollow
Thornwood Falls

Once you zoom in on Sultai, most of the card choices get pretty self-explanatory. For my manabase’s sake, I tried to play not too many black cards, which is why there is a Smoke Teller over a Sultai Emissary in the deck. My manafixing is not that great, so trying to avoid playing straight three colors seemed important to me. That also makes it probably wrong to play cards like Rakshasa’s Secret, but as I said, I ran out of time.

Of course, I kinda had to run the three-color gamble anyway, because if you splash like eight cards of a color, you’re not really splashing anymore. That’s why I also didn’t think the deck was that great – I mean, it obviously has some strong cards, but with only three dual-lands, it lies firmly on the „YOLO“ end of the consistency spectrum. That probably means I should’ve included the Sultai Banner I had, but I just loathe the banners. They’re just so miserable in most of the games, and in a lot of cases, a simple basic land would’ve actually been better. But it still might have been correct to run it.

What I’m pretty sure of, though, is that splashing the additional fourth color wouldn’t have been worth it. Arc Lightning is great, but only if you can cast it somewhat consistently in the early game, which you can’t do if you run it as a splash card. And Bear’s Companion is good, but doesn’t really add anything to my deck. I did sideboard into the red version a couple of times, though, when I could be reasonably sure that my Arc Lightning would deliver me a two-for-one (aggressive Mardu decks, for example). But I didn’t really want to have the splash against Abzan or in the Sultai mirror or something, so I felt comfortable leaving it in the sideboard.

All in all, I felt that the deck was the definition of average in this format, and my record of 4-3 (6-3 with two byes) reflects that pretty well. Although I did feel pretty invincible after my first round, having overcome Sage-Eye Avengers plus Warden of the Inward Eye in game one and actually beating a turn 4 Citadel Siege game two.

That second game originally started out great for me, as my opponent sent his morph into my Shu Yun, the Silent Tempest, obviously assuming I wouldn’t block. Guy doesn’t know me! He had to bin his morphed Thousand Winds two seconds later, with a real disgusted look on his face. Little did he know that Shu Yun actually wasn’t that great in my deck. And I mean come on, why wouldn’t I block there? Blocking is awesome.

My opponent’s disgusted face turned into a face of joy one turn later, when he slammed his obviously topdecked Citadel Siege. Some turns went by with me not really finding an answer to that thing when I drew an Enhanced Awareness on turn 7. I was dead on board and the rest of my hand was completely useless, so I actually debated just conceding there so I don’t have to show him my drawspell. But then I remembered the old mantra: „You can’t win games you just concede.“ Who knows, maybe there is a combination of cards in my deck that can get me out of this and I just forgot about it. Well, among my three draws were: Hooting Mandrills and Tasigur, the Golden Fang.

Oh right, forgot about those two.

This was just perfect. Not only did I draw a 4/4 and a 4/5 for one mana who are able to stall the board; not only did the Enhanced Awareness increase the size of my graveyard to exactly ten so I can cast both guys for one mana; not only did I also draw a Whisk Away that can blow my opponent out on my next turn – I already had a Torrent Elemental in play as well. And now guess at what life total my opponent was. Hint: It’s the sum of 3+4+4.

Yeah, my opponent was not amused.

(He could have probably still won that game had he distributed his Citadel Siege counters in a different way the turn prior, but come on, that would’ve just detrimented from the story.)

I got reminded that I was in fact very vincible the round after, where I lost somewhat needlessly against a Temur deck that seemed considerably worse than mine. I lost game one after mulliganing to four without putting up much of a fight, so I didn’t sideboard much in game 2, which was a very long and drawn-out affair where I simply outcarded him with Tasigur and all my drawspells. Anticipating a similarly grindy game 3, I neglected to sideboard again since my maindeck was already very well set up for that type of game – only to get utterly blown out by his start of two-drop, three-drop, Shaman of the Great Hunt, Goblin Heelcutter. I had seen none of those cards in the first two games, so I don’t know if I sideboarded wrong or just happened to be on the wrong end of one of the few aggressive draws his deck was able to produce. My turn 3 Rakshasa’s Secret didn’t do a whole lot against this start, though, that much was clear.

My win in the next round against an underwhelming GW deck was not very interesting, apart from the fact that I tormented my poor opponent game 2 by tanking for five minutes when he was tapped out and I actually had the on-board kill. He played an Elite Scaleguard which threw my math off considerably and would’ve killed me the turn after that. I drew a Sultai Charm, which combined with my Archer’s Parapet and prowess trigger off Jeskai Windscout, could’ve killed my opponent, if only my mana situation had been better. I needed to produce GUBB to do all that stuff, but my mana actually couldn’t provide that because my lands were something useless like Dismal Backwater, Swamp, Mountain, Rugged Highlands, Forest. So I tanked and tanked about how to use the Sultai Charm to survive next turn –until I realized that I also had a Douse in Gloom in my hand the whole time. You know, which is a non-creature spell, triggering prowess. And which I could actually cast in conjunction with the Parapet’s ability. Whoops.

I decided to enter the next round in „Very Hard“ Mode, treating myself to a gameloss for presenting only 39 cards in game one. My opponent from the previous round took one of my cards and only realized it when he drew it in his match (we used the same sleeves). Well, that’s what I get for slowrolling people. And for not counting your deck before presenting, I guess. At least I made the strategically sound decision to get my gameloss when my opponent’s Brutal Hordechief probably would’ve ranched me anyway.

To make matters even more dramatic, I mulliganed to five in game 2 and managed to actually win that game a billion turns later and at one life. My opponent used his War Flares and Rush of Battles somewhat prematurely, allowing me to stabilize the board but costing me plenty of life, so I had to respect a lot of tricks he could’ve had. After finding my Torrent Elemental in the bottom ten cards, I finally managed to swing for the win, though. At this point, we had something like five minutes left on the clock, so of course I decided that the fun thing to do would be to topdeck the lethal Arc Lightning for his face in my fifth extra turn. Can’t really play it better than that. At that point I officially didn’t care anymore how I’d do in the tournament. Nobody could take those sweet wins away from me.

4-1

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Awww man, it’s that late again. Guess we need a part three! Expect that one to be published at some point during the weekend. In the third and hopefully final part, I’ll talk about the losses that kicked me out of contention (not very interesting), the Standard event on Sunday that I won (somewhat interesting), and of course the insane food we had on Saturday (extremely interesting). See you then!

Flo

LiverPool

Lurking through Liverpool, Part 1

(In case you’re wondering: Yeah, at the moment I’m intending to write all my blog posts in English. Magic is an international game anyway, and I’ve noticed that I have some non-German speaking friends and Twitter followers who might be interested in what I have to say. Speaking of Twitter, you should definitely follow me there, and I’m totally not saying that because my ego badly depends on it.)

I guess some introductions are in order. At least that’s what they teach you in blogging school.

Some of you might be familiar with my work for this great Magic site called MagicUniverse, where I’ve been consistently producing German-language content for like seven years or so. (Jesus I’m old.) Some of you might know me from other web-related MtG stuff or even from real-life tournaments. But most of you probably don’t know me at all, and that’s fine, too.

A short TL;DR version of my Magic life for the last group: I started playing the game casually on an on-off-basis as a kid around 6th Edition and Urza’s Saga block, got hooked again when I moved to Munich to pursue my studies and have been more or less active in the tournament scene ever since. I love playing in tournaments and travelling for Magic, and since that can be a rather costly endeavor, I’ve soon picked up writing about Magic as kind of an additional income. With the death of MagicUniverse, that source of income has largely vanished, but luckily I am the first person ever for whom studying Political Science actually translated into getting a real job with an actual salary and all that. So basically I’m at that point in my Magic-playing life where I still love competing in tournaments, but am able to approach them in a much more relaxed manner. (See: Old, above.) You can read more about my Magic-related motivations in this piece I wrote last year.

That also gives me the luxury to write about Magic whenever and about whatever I want to instead of having to produce „contract work“ on a regular basis. That was a lot of fun, too, but it tended to correspond poorly with my schedule and my time-management skills. I’m very busy and very lazy at the same time, is what I’m saying. Blogging, on the other hand, largely frees me of those constraints, only leaving my inner voice as the sole source of constant nagging that I should really get down to business. (Case in point: I actually asked Ormus about starting this blog in early February.) But nevertheless, I really love writing about Magic and I’m a big fan of all the work that Ormus puts into this site, so you can probably expect some posts by this guy (me, in case you can’t see my two thumbs pointing at me) on a semi-regular basis. Tournaments are always a great reason to write something, so most of my posts will probably deal with tournaments I attended and all the hopefully entertaining stuff I did there. Speaking of which …

LURKING THROUGH LIVERPOOL (THIS TIME FOR REAL)

I’ve skipped a fair number of tournaments recently, due to a combination of girlfriend, job, and me really not wanting to blow my lifetime savings just to get to stupid Seville. GP Liverpool, on the other hand, I really wanted to attend, even though the format was Sealed and even though I had to sacrifice precious vacation days to get there. But I really had the itch to play Magic again, the composition of our crew was looking very promising, and I simply love the UK and try to utilize every opportunity to go there.

Couple things about the UK, in case you’ve never been there:

    • The country is actually a death trap for non-Britons. I’m five for five now when it comes to nearly being run over by a car five minutes into my visit because I forgot about their stupid left-hand traffic. I could probably walk through Somalia with a Canon around my neck and a fannypack around my waist and still have higher chances of survival than in freaking Great Britain.

 

        • Left-hand traffic is only the most egregious tool in their ploy to confuse foreigners for no reason. Neither the traffic light system nor their plug sockets nor most of their accents make any amount of sense to the rest of Europe. And don’t even get me started on their currency. Great Britain is a culture with an insanely rich history, and it seems like along the way they dropped the guy who usually says: „Hey, you know that thing we’ve been doing for hundreds of years? The one everyone knows is pretty stupid? Maybe we should change that.“

 

          • On a more positive note, I really enjoy how the British attitude of „We don’t really care if something makes sense or not“ translates to their architecture. German cities often try very hard to preserve their historical city landscape and are insanely conservative when it comes to anything resembling Modern architecture. Munich, where I live, is a great example for this, as the city forbade by law to build anything higher than the Frauenkirche in the city centre (which is not that high). The British, on the other hand, could not care any less if their giant 21st century skyscraper fits into the Victorian-style buildings surrounding it or not. I just love how they’re like „architecture, schmarchitecture, we’ve got a giant penis to build, dammit.“    

 

        • English food is actually very underrated. I’m not talking about their breakfast or traditional cuisine, which is mostly as terrible as advertised. But as a once globe-dominating empire, Great Britain has been influenced by all kinds of foreign cultures for centuries, which led to the UK boasting a variety of ethnic-themed restaurants that is unparalleled by the rest of the world. The best pizza I ever had was actually prepared by an Italian restaurant in Edinburgh, and Indian budget cuisine probably doesn’t get any better than in London’s Drummond Street near UCL, a street that is literally all Indian restaurants. Put another way: Great Britain is an awesome destination for food lovers, as long as you avoid actual British food.

 

Man, I can tell this is already getting very long, and I haven’t even gotten to describing the actual trip yet. I guess I have to postpone that for another day, since it’s already getting kinda late. I’ll probably continue with part 2 tomorrow, including actual talk about Magic and various tales of debauchery, so watch this space. In the meantime, you can already take a crack at my Sealed pool from the GP, which I found to be very challenging:

LiverPool

I’m very interested in seeing what you would’ve done with it, because I had absolutely no clue during much of the deckbuilding period.

See ya tomorrow(-ish)!

Flo