Jahresrückblick

Inspiriert vom Atog widme ich mich heute dem vergangenen Jahr. Sicherheitshalber schon vor dem 21.12. – man weiß ja nie… ob man später noch die Motivation dazu hat –

Ein Indiz dafür, wie gespannt und interessant ich ein neues Magicset finde, ist ob ich mir zum Release ein Display bestelle. Dark Ascension war keins dieser Sets. Im Rückblick waren jedoch mehr interessante Karten für mich enthalten, als zuerst geglaubt. Avacyns Kollier war der Auslöser mir ein Teysa, Orzhov Scion Commanderdeck zu bauen, welches nicht Kombo, sondern viele Synergien aus Humans und Spirits enthält. Der Powerlevel ist entsprechend niedriger anzusetzen. Anfangs wollte ich sogar noch allen ernstes Ravenous Demon aus Flavourgründen spielen.
Mikaeus, the Unhallowed ist zusammen mit Triskelion in mein Turniercommanderdeck gewandert um mit den zahlreichen Tutoren, am liebsten natürlich mit Tooth and Nail für Angst und Schrecken zu sorgen. Eine weitere Karte die erst später von mir Zuneigung erfuhr: Flayer of the Hatebound. Tunnel Vision auf Living Death und dabei einen Flayer mühlen… ist mir sogar schon ein paarmal gelungen. War aber nur beim ersten Mal „spektakulär“. Lingering Souls hat sich als solider Arbeiter seinen Weg in meine Decks „erspielt“. Strangleroot Geist gab mir den Anstoß endlich auch mal ein Mono-grünes Aggrodeck zu bauen, ihr wisst schon, so eins wo die Kurve bei drei aufhört und Rancor plus jeder gute grüne Pumpspruch mitmachen darf. Das Deck liegt aber schon einige Zeit wieder in der Ecke, hat aber dafür gesorgt mich mit dem Archetypen und seine Entwicklung im Laufe der Magicgeschichte zu befassen. Finde ich ja schon immerwieder spannend… In der Nachschau wäre hier ein Displaykauf durchaus gerechtfertigt gewesen.

Größte Enttäsuchung des Sets: Ich habe es nicht geschafft Jar of Eyeballs in einem Deck erfolgreich zu verbauen, obwohl ich die Karte richtig mag.

Lose Enden: Chalice of Life – Da wollt ich doch noch ein Deck drumherumbauen, welches ohne Combatdamage gewinnt.

Als nächstes stand Avacyn Restored in den Läden. Restoration Angel lockte mich dann auch zum Prerelease. Mir war früh klar, dass mit der Karte was gehen muss und sie turnierrelevant wird. Dazu musste man aber wahrscheinlich kein Hellseher sein. Zum Displaykauf hatte es aber auch nicht gereicht. Das vermehrte aufkommen von Dämonen erinnerte mich an mein Oger & Dämonen Deck. Das Thema wurde ja im Kamigawablock angeleihert und ich hatte dazu mal ein Casualdeck. Das Prereleaseturnier verlief unspektakulär… einfach solange rumstallen bis Entreat the Angels von oben kam. Insgesamt hat mir die Mirakelmechanik nicht gefallen. Das Glückselement wurde weiter ausgebaut, so dass sogar der größte Bauer es bei entsprechendem Glück nicht verbauern konnte. Die Soulboundmechanik als gefixtes „banding“, wie ich es interpretiere, war im Limited eine Bereicherung. Für den Einsatz in Decks war mir die Gefahr des 2:1 Tausches, wenn der Gegner die Bindung durch ein Removal unterbricht, bisher zu groß. Angel of Glory’s Rise ging natürlich direkt in das o.g. Teysa Menschen Deck. Kaum verwunderlich, dass die Synergie in einem Reanimatorturnierdeck inzwischen genutzt wurde. Zealous Conscripts wurden auch sofort im Playset bestellt und in jedes rote Commanderdeck verbaut. Craterhoof Behemoth war schon im Token-Commander-Deck bevor er ein großes Turnier gewann. Insgesamt hat mich das Set zu einem Zeitpunkt erreicht, an dem ich immer weniger Zeit in Magic gesteckt habe.

Größte Enttäuschung: Grave Exchange, für den Effekt selbst im Commander und bei niedrigerem Powerlevel zu teuer. Conjurer’s Closet hat sich bei mir trotz zahlreicher Kreaturen mit Comes-Into-Play Triggern nicht bewähren können.

Lose Enden: Divine Deflection konnte ich immernoch nicht in die Finger bekommen. Auf dem Papier eine vorzügliche Commanderkarte. Weiterhin möchte noch das Engeldeck mit Seraph Sanctuary und Scroll of Avacyn gebaut werden, aber bei näherer Betrachtung ist mir ein Engeltribaldeck doch zu langweilig, da es kaum Synergien gibt.

Das Basisset des Jahres M13, pardon Magic 2013… ich mag Basissets nicht. Immerhin keine Titanen mehr, später kam noch das Banning im Commander für Primeval Titan. Der ging mir im alten Standard auch schon so richtig auf den Sack. Durch die neuen Karten haben Wizards wenigstens ein wenig mehr „Spannung“ reingebracht. Attended Knight hat als solider Arbeiter den Weg in mein GW Aggrotoken Deck gefunden. Die Idee Ritter mit Knappe ins Spiel zu bringen finde ich gelungen. Die Bloodhunter Bat möchte sicherlich auch noch in das Casual Dämonen-Deck. Ein gelungenes Design für eine starke Limitedkarte. Boundless Realms – anfangs von mir als zu teuer und damit unspielbar abgetan- hat sich in unserer Spielgruppe als DER Manarampspruch etabliert. Staff of Nin konnte mich für den Einsatz im Bosh-Commander-Deck überzeugen und performt dort überdurchschnittlich. Was mir nicht gefällt, die vom Powerlevel doch dann sehr schnell abfallenden Karten, bei zunehmend sehr starken Karten. Beispiel: Captain´s Call – wäre die Karte ein Instant könnte man darüber reden, so ist halt für ein Mana mehr Cloudgoat Ranger für alle Zeiten unendlich besser.

Größte Enttäuschung: Thragtusk, der hätte einfach nicht sein müssen…

Lose Enden: Tormented Soul – Eine 1 Mana Kreatur die unblockbar ist, da muss doch auch irgendwas gehen.

Im Sommer konnte ich die Leitung der Gatewayturniere übernehmen und das Regelwerk entsprechend nach meinen Vorstellungen umkrempeln (Legacy Bannings, max. 10 Rars, jede Rar nur einmal, 100 Karten Decks, 1 Free Mulligan). Nach einem halben Jahr kann ich es nur als gelungen bezeichnen. Die Vielfalt an Decks ist gestiegen, der Spielspass auch und vorallem haben auch Neulinge eine Chance ohne großes Budget sich an das Turnierspiel heranzutasten. Ggf. schreib ich dazu irgendwann einen seperaten Blog 😉 *Werbeblock Ende*

Return to Ravnica. Was habe ich mich da gefreut. Das Set gab mir mal insgesamt wieder Lust auf Magic. Ein Display war daher Ehrensache. Die Idee mit den Gildenboostern und der spielbaren Prerelease Promo fand ich klasse. So konnte mir ein sehr solides Rakdos Deck zu einem sehr guten Turnierergebnis verhelfen. Bei den Kaufdisplay hatten wir wohl eine Fehlproduktion erwischt. Es waren jeweils eine Karte mehr (Rar) im Booster. Glückliche Fügung. Was mir aber auch auffiel, dass Karten beschädigt aus dem Booster kommen. Ich kann derzeit gar nicht sagen, warum ich das Set gut finde. Die Shockduals sind natürlich nice, die Mechaniken fürs Limited gelungen. Insgesamt ist es aber für mich noch zu früh einzelne Karten besonders hervorzuheben, deren Spielstärke nicht eh schon offensichtlich ist. Hier braucht es noch etwas Abstand. Aktuell teste ich Wild Beastmaster mit Sigil Blessing / Grafted Wargear in einem Tokendeck.

Das war mein persönlicher Schnelldurchlauf des Magicjahres 2012.

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4 Kommentare zu Jahresrückblick

  1. Felix sagt:

    Eine weitere Karte die erst später von mir Zuneigung erfuhr: Flayer of the Hatebound. Tunnel Vision auf Living Death und dabei einen Flayer mühlen… ist mir sogar schon ein paarmal gelungen. War aber nur beim ersten Mal “spektakulär”.

    Ist das jemals spektakulär? Immerhin betreten die Kreaturen nicht vom Friedhof das Spiel, sondern aus dem Exil… Vielleicht habe ich ja regeltechnisch was übersehen und ich lasse mich gerne zu einem besseren beraten (den Flayer will mein Sedris, the Traitor King jetzt aber auch haben). 😉

    • vulcano sagt:

      Felix: Du hast vollkommen Recht. Beim Inspielkommen der Kreaturen durch Living Death aus dem Exil triggert der Flayer nicht… *mein Fehler*
      Ich spiel den Flayer in einem Sedris, the Traitor King Commander, auch ohne diese „Synergie“ ist er in meinem „Reanimatorbuild“ eine gute Karte.

  2. Tom sagt:

    Meine Lieblingskarte Stuffy Doll fehlt ^^
    Ansonsten schöner Rückblick. Miracel hat eindeutig mehr Gegner als Befürworter

  3. atog28 sagt:

    Toll, dann kann ich die Combo also auch vergessen…

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