Meine Kartenverwaltung per Google Docs

Ich brauche einfach Ordnung. Das meint jetzt nicht, dass alles ordentlich sein muss, aber alles braucht seinen festen Ort. Es regt mich total auf, nach einer Karte suchen zu müssen. Also habe ich einen Weg gesucht, meine Kartensammlung zu verwalten und mich für Tabellen bei Google (aka Google Docs) entschieden.

Das hat so einige Vorteile:

  • ich bin unabhängig von irgendwelchen Programmen
  • ich kann die Tabellen jederzeit sichern und nach Excel/OpenOffice exportieren
  • ich kann mobil immer auf die Daten zugreifen und sie editieren
  • für Android Smartphones gibt es eine extra App dafür, die sogar offline die Tabellen anzeigt
  • ich kann anderen die Listen zur Ansicht freigeben (Beispiel) – theoretisch auch zur Bearbeitung

Klar gibt es auch Programme wie (das sehr gute!) Magic Album für sowas, aber damit ist man unmobil und abhängig von Updates der Kartendatenbanken. So kann ich jederzeit mein Handy zücken und nachsehen, ob mir Karte X noch fehlt.

Wie schaut das nun in der Praxis aus? Ich lege pro Block eine Tabelle an, bei der jede Edition eine eigene Seite bekommt, zusätzlich gibt es dann noch ein paar Statistikseiten. Das geht schneller als es klingt, für eine neue Edition habe ich die Seite in unter 5 Minuten angelegt. Generell falle ich in die Kategorie „Spieler und Sammler“, im Endeffekt ist es ja sogar die Sammlung für 2-3 Spieler, denn meine Kinder spielen auch mit. Also interessiert mich:

  1. Habe ich die Karte und wenn ja in welcher Sprache?
  2. Habe ich ausreichend von dieser Karte (= Playset)?
  3. Wo ist die Karte zur Lücke im Ordner?

Alles über dem Playset einer Common/Uncommon geht in die große Überschusskiste, da dann nur nach Edition und Farbe getrennt. So findet man auch mal eine unerwartet mehrfach benötigte Uncommon ruckzuck und man hält die Menge der relevanten Karten übersichtlich. Bei den Rares pflege ich die Kartenanzahl noch nicht, das kommt vielleicht noch. Werden Karten in Decks verbaut oder verliehen, dann wird das einfach in der Tabelle direkt eingetragen und schon muss man nicht mehr überlegen, wo jetzt Karte X hin ist.

Die „Komplettsets“ (sprich eine von jeder Karte) werden in Ordner mit Pages verpackt, die Playsets wandern in BCW Kartenkisten (siehe Foto). Jaaa, ich weiss, ich mach mir viel Arbeit damit, aber so eine halbe Stunde Karten sortieren und katalogisieren am Abend finde ich wirklich entspannend!

Warum ich nicht einfach alle Editionen in ein Dokument packe (das wäre technisch kein Problem, Google kann 200 Seiten pro Dokument)? Primär der Sicherheit wegen, man stelle sich nur mal den GAU vor, wenn das komplette Dokument durch einen menschlichen oder technischen Fehler gelöscht, defekt oder allgemein unbrauchbar wird! Dank der Aufsplittung müsste man „nur“ eine Handvoll Editionen erneut eingeben.

Als Neuerung habe ich mir jetzt noch eine Zusammenfassungsseite erstellt, welche die Werte der einzelnen Dokumente einliest und visualisiert. Die ganze Verwaltung ist ein einziges „work in progress“, es wird immer mal hier und da eine Anpassung gemacht und auch die Erfassung von allen Karten wird wohl noch eine Weile dauern.

So sieht das also bei mir aus… Wie verwaltet ihr denn eure Karten oder gibt es für euch einfach nur das System Schuhkarton?

p.s. Eine kleine Bitte in „eigener“ Sache hätte ich da noch. Ein guter Freund von mir (Alex) ist in der Top 10 von einem Videowettbewerb – und wenn er bis zum Wochenende die meisten Stimmen hat dann gewinnt er ungelogen ein Auto! Er hat sogar extra eine Webseite aufgemacht dafür! Wäre super, wenn ihr mal bei Frankenheim vorbeischaut, das Alter auf 16 bestätigt (wenn ihr das denn seid) und auf Gewinnspiel Videos klickt. Das Video von „Alexander M. aus Frankfurt“ findet ihr dann in der rechten Spalte , stimmt doch bitte dafür ab…

Dieser Beitrag wurde in Software Tipp veröffentlicht. Ein Lesezeichen auf das Permalink. setzen. Kommentieren oder einen Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

10 Kommentare

  1. Am August 9, 2011 um 8:08 am Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich bin ja nicht so der Sammler, daher auch kein Fan von Kartenverwaltung. Für die Decks kennst du wahrscheinlich schon die Unterstützung bei CouchDeck (deck.couchmagic.de), dass die angemeldeten Benutzer nach Karten in den aktiven Decks suchen können.

    Meine Kartenverwaltung geht durch körperlich sortierte Karten (die unsortierten sind ohnehin nicht inventarisierbar) plus diese Abfrage, ob ich eine Karte in einem Deck habe.

    Nach und nach stelle ich immer mehr auf die Kartenverwaltung im Internet um. Es gibt da eine Seite, die auch den Zustand der einzelnen Karten verwaltet, moment, ich suche mal die URL raus… hier: magickartenmarkt.de – bei denen lassen sich die Karten nicht nur prima verwalten sondern auch direkt verkaufen.

    • Am August 9, 2011 um 8:15 am Uhr veröffentlicht | Permalink

      Und wenn du eine Karte gar nicht direkt verkaufen willst, dann trägst du sie einfach für den 10-fachen Wert ein, oder? 😉

  2. Am August 9, 2011 um 1:21 pm Uhr veröffentlicht | Permalink

    Mir geht’s ähnlich wie atog28. Die meisten meiner Decks habe ich auf „Magic für Freizeitspieler“ veröffentlicht (was’n Wunder), d. h. wenn ich wissen will, ob und in welchem Deck ich eine bestimmte Karte verbaut habe, benutze ich die Suchfunktion dort. Meine übrigen Karten habe ich in einem großen Vorrat, den ich bei Deckbauaktivitäten durchstöbere oder in dem ich gezielt nach einer bestimmten Karte suche, die mir in irgendeinem Beitrag aufgefallen ist oder die ich mithilfe von magiccards.info gefunden habe.

    Letzteres wird durch die Sortierung erleichtert. Da mir die Edition, aus der eine Karte kommt, schnuppe ist, findet diesbezüglich keine Unterscheidung statt.

    Zunächst einmal gibt es eine kleine Schachtel mit Ländern (Standard und Commons), eine weitere mit allen Uncommon- und Rare-Karten (in Hüllen) und einen stabilen Koffer mit den Nicht-Land-Commons. In jedem dieser Behältnisse sind die Karten nach Farben gruppiert: die fünf Standardfarben, farblose Karten, mehrfarbige Karten. In jeder Gruppe kommen erst Kreaturen, dann Sonstige. Die sind jeweils sortiert nach Manakosten. Innerhalb gleicher Manakosten sortiere ich bei den Kreaturen nach Stärke, dann Widerstandskraft, bei den Sonstigen nach Spontanzauber, Hexerei, Verzauberung. Letzter Sortierschlüssel ist der (deutsche) Name.

    Einen „Köder“ finde ich also bei den grünen Uncommons und Rares, in der Hälfte „Sonstiges“, bei den Manakosten im Bereich „Verzauberungen“ zwischen „Holistische Weisheit“ und „Kreis des Lebens“. Ein „Meisterhafter Köder“ ist bei den weißen Commons in der Hälfte „Kreaturen“ bei den Manakosten im Bereich Stärke/Widerstandskraft = 1/2 zwischen „Kurierfalke“ und „Ramosischer Leutnant“ zu finden.

  3. Am August 9, 2011 um 2:01 pm Uhr veröffentlicht | Permalink

    Höi Ormus kannst du deine Docs nichmal für die Öffentlichkeit bereitstellen. Also ohne die Anzahl an Karten die du hast. So das sich jeder deien Listen laden kann udn siene eigenen Anzahl der jeweiligen Karten eintragne kann. Wärte doch supi.. machste noch n Trademark by Ormus drunner‘ un fedich ^^

  4. endijian
    Am August 9, 2011 um 7:01 pm Uhr veröffentlicht | Permalink

    Zum Thema Googledocs:

    http://xkcd.com/934/

  5. deristegal
    Am August 9, 2011 um 7:46 pm Uhr veröffentlicht | Permalink

    Total daneben dafuer werbung zu machen. Total Fail!

    • Am August 9, 2011 um 10:14 pm Uhr veröffentlicht | Permalink

      Mein „privates“ Blog. Mein Kumpel. Find ich nicht daneben…

  6. Tobias
    Am August 9, 2011 um 11:03 pm Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich würde mich auch freuen, wenn du die Tabellen der Öffentlichkeit bereitstellen würdest. Ich habe vor kurzem auch mit Draft-Magic angefangen und langsam stapeln sich die Karten, bin zwar dabei mit Excel was ähnlich zu bauen, aber deins scheint mir etwas professioneller 🙂

  7. grozoth
    Am August 10, 2011 um 2:25 pm Uhr veröffentlicht | Permalink

    also, ich finde deine liste ja wunderbar, aber wenn man karten durch alle sets hat, viele sets dabei vollstaendig sind und jetzt mit solch einer tabelle anfaengt… hui, das wird dauern. aber ich sammel‘ die karten ja ohnehin ’nur‘ auf highlander-basis, sprich: einmal. nicht, dass ich keine karte doppelt haette, aber wichtig ist mir nur die karte einmal zu haben. der rest ist dreingabe. dafuer reicht es, jede edition in einem ordner einzusortieren und dann ueber den gatherer zu schauen, was noch fehlt. diese ‚fehl‘-liste drucke ich mir hin und wieder aus und wenn das papier dann so abgenutzt ist, dass man die buchstaben nicht mehr lesen kann, dann wird eine neue liste ausgedruckt.
    ueberzaehlige karten wandern bei mir in die displayboxen der jeweiligen editionen, oder in eine große schachtel, getrennt nach den editionen und nach collectors number sortiert. bei aelteren editionen nach gatherer, also englischem namen. klappt bislang ganz gut und ich weiss eigtl immer, welche karten mir noch fehlen. mindestens bei den rares; commons und uncommons kann ich eh‘ nicht mehr in meinen tauschordner packen 🙁
    haette ich doch bloß frueher schon mit ner tabelle am rechner angefangen 😉

  8. Thorgrimm
    Am September 20, 2011 um 8:43 pm Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hallo,

    auch ich hätte großes Interesse daran, deine Tabelle zu nutzen. Die Idee finde ich super! Leider habe ich von Excel oder sonstigen Tabellenkalkulationen echt zu wenig Ahnung, um das eigenständig hinzubekommen.
    Mir ist bewusst, dass du da richtig Arbeit reingesteckt hast. Daher hier nochmal die formlose Anfrage, ob es möglich ist, dass du uns deine „Arbeit“ zur Verfügung stellst. Wenn nicht, soll es halt nicht sein, dann suche ich weiter nach einer guten Datenbank, die kann, was ich suche.

    Danke!

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder weitergegeben. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Sie können diese HTML-Tags und -Attribute verwenden <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*
*