Otrimi, the Ever-Playful Upgrade-Guide

Hallo zusammen,

heute stelle ich euch vor wie ich mein Otrimi-Precon („Enhanced Evolution“) einem Upgrade unterzogen habe. Das Ziel war für mich ein Powerlevel von ca. 7 zu erreichen (siehe hier die gute Erklärung zur Powerlevel-Skala von den Kollegen bei CommandZone).

Das vorgefertigte Deck liefert euch drei mögliche Commander die Ihr spielen könnt, zwei eigene Legenden und ein Legenden-Paar:

[scryimg]Otrimi, the Ever-Playful[[/scryimg][scryimg]Zaxara, the Exemplary[/scryimg]

[scryimg]Ukkima, Stalking Shadow[/scryimg][scryimg]Cazur, Ruthless Stalker[/scryimg]

Mein Deck behält [card]Otrimi, the Ever-Playful[/card] als Commander und spielt, auch um diese Karten kennen zu lernen, [card]Zaxara, the Exemplary[/card] und [card]Ukkima, Stalking Shadow[/card] in den 99. [card]Cazur, Ruthless Stalker[/card] bietet in meinem Deck relativ wenig Synergie, daher habe ich ihn aus der Deckliste gestrichen.

Manabasis:

Nachdem ich das originale, unveränderte Precon einige Spiele lang getestet hatte wurde eins sehr schnell klar: Die Manabasis macht das Deck fast unspielbar. In den, zugegeben wenigen, Testspielen (acht an der Zahl) war ich in der Hälfte davon in meinem farbigen Mana behindert und konnte oft meine Turns nicht optimal, oder gar nicht durchführen, da mir das korrekte Mana fehlte. Mein Upgrade Nummer 1 war daher ein kompletter Umbau der Manabasis hin zu einem spielbaren Deck. Hier kann man selbstverständlich Budget-Varianten einbringen. Da ich mit diesem Deck allerdings nicht wegen miesem Mana verlieren will, habe ich diese Manabasis gewählt:

Wir spielen sieben  Basics, diese allerdings Snow-covered, da wir eine Karte im Deck haben die davon profitiert.

Um den doch recht farbintensiven Anforderungen des Decks gerecht zu werden, spiele ich eine klassische Manabasis aus Fetchländern und Targets dazu. Neben den Basics spiele ich das neue [card]Zagoth Triome[/card], die Shockländer in den Farben, sowie die ABUR Duals („ABUR“ steht für die Sets Alpha, Beta, Unlimited und Revised). [card]Fabled Passage[/card] und [card]Prismatic Vista[/card] sind die neuen Fetchländer im Test, hier kann man selbstverständlich die fehlenden Fetchländer einsetzen wie [card]Bloodstained Mire[/card] oder [card]Marsh Flats[/card].

Weiterhin habe ich die Painlands im Deck, sowie die neuen Canopy-Länder aus MH1.

Als letzte farbige Quellen spiele ich den sehr starken [card]Morphic Pool[/card] (reprint bitte, gerne auch den Cycle ergänzen!), sowie zwei Kreaturenländer. Diese können wir aktivieren und ebenfalls mit einer Mutate-Kreatur anzielen. Nach dem Turn verwandelt sich dieser Kreaturenstapel in ein Land und kann so von keinem klassischen Kreaturen-Removal getroffen werden.

Als Utility-Länder spielen wir zusätzlich zu den Standardkarten [card]Strip Mine[/card], [card]Wasteland[/card] und [card]Reliquary Tower[/card] auch drei sehr wichtige Länder, die uns helfen unsere Mutate-Kreaturen entweder zu beschützen ([card]Endless Sands[/card]), vor dem Exile zu bewahren ([card]High Market[/card]) und letztendlich aus dem Friedhof zurück zu holen ([card]Volrath’s Stronghold[/card]). An der Manabasis kann gespart werden, diese drei Länder würde ich allerdings niemals aus dem Deck entfernen!

Mutieren:

Otrimi gibt uns eine klare Richtung im Deckbau: Mutieren soll im Zentrum stehen! Zusätzlich zu den im Precon enthaltenen Mutate-Kreaturen, die wir optisch natürlich noch aufbessern wo es möglich ist, spielen wir zusätzlich einige der Mutate-Karten aus Ikoria. Ich denke dies ist der offensichtlichste erste Schritt dieses Decks, den WotC auch wissentlich so möglich gemacht hat:

Hilfe benötigt das Deck allerdings bei den Zielen auf die wir mutieren wollen. Ich zeige euch hier meine Vorschläge, in diesen Slots könnt Ihr allerdings spielen wozu Ihr Lust habt, da es im EDH Kartenpool unzählige nicht-Mensch Kreaturen gibt, die von einer Mutation profitieren.

Die ersten Ziele für unsere Mutieren-Fähigkeit bringen Kreaturen, die günstig in ihrem CMC sind, sich selbst ersetzen und großteils sogar noch eine Form von Evasion mitbringen. Da unser Commander vier Mana kostet, auch zum mutieren, haben wir mit 2-3-Mana Kreaturen idealerweise immer eine Kreatur als Mutationsobjekt wenn wir bei vier Mana angekommen sind und können damit immer unseren Commander mutieren.

Ein großer Vorteil von mutieren ist, dass unsere Zielkreaturen Ihre Fähigkeiten behalten und oft durch die Mutation größer werden. Diese Kreaturen bringen von absurdem Carddraw Turn vier in [card]Cold-Eyed Selkie[/card], bis hin zu brutalem Tötungspotential in der [card]Fäulnismamba[/card] eine nette Reichweite an Effekten die wir verstärken können. Einige der Kreaturen haben auch Regenerationseffekte, so dass wir unseren mutierten Stapel besser beschützen können. Und mal ehrlich, wer träumt nicht davon Turn 4 mit einem 6/6 [card]Thief of Sanity[/card] seinen Gegner zu massieren.

Die letzten beiden Mutierziele bieten uns eine sehr interessante Interaktion zwischen den Blink-Fähigkeiten/Undying Fähigkeiten. Sollten wir diese nutzen, so kommen im Fall von [card]Aetherling[/card] alle geblinkten Kreaturen einzeln ins Spiel zurück, im Falle von [card]Endling[/card] sogar mit einer +1/+1 Marke. Da Mutieren kein Enter the Battlefield-Trigger ist erhaltet Ihr leider keine der Mutate-Fähigkeiten. Ihr könnt allerdings so euren mutierten Stapel vor Removal beschützen und bei Bedarf von einer Kreatur auf mehrere upgraden um mehr Schaden auf das Board zu bringen, oder um mehrere einzelne Mutieren-Ziele zu haben.

Essentielles:

Wie jedes Commander-Deck benötigt Ihr auch für dieses Deck Interaktion, Ramp und Card-Draw. Einiges davon wird schon durch unsere Mutate-Karten und deren Ziele abgedeckt, hier zusätzlich der Rest dieser Kategorie:

Klassisch bietet uns Sultai jede Menge Ramp Optionen. Ich habe darauf geachtet, dass Ihr auf alle eure Manadorks ebenfalls mutieren könnt und sich darunter kein Mensch befindet. Zusätzlich spielen wir die neue Karte [card]Zaxara, the Exemplary[/card] und den bekannten Staple [card]Bloom Tender[/card], da wir noch eine 3-Karten-Combo im Deck haben um ohne anzugreifen das Spiel gewinnen können. Dazu später mehr.

[card]Titans‘ Nest[/card] ist eine Pet-Karte aus dem neuen Set, die allerdings sehr viel Mana generieren kann und uns zusätzlich Kartenvorteil mit Otrimi ermöglicht. Ich habe den zweiten Comboteil meiner neuen liebsten Jank-Combo ebenfalls im Deck, dazu weiter unten mehr.

Unser Carddraw macht sich zu Nutze, dass jeder Spell den wir mit mutieren spielen ein Kreaturenzauber ist und wir daher Karten wie [card]Lifecrafter’s Bestiary[/card] und [card]Beast Whisperer[/card] ausnutzen können. Weiterhin sind die Staples des Commander-Formats im Deck in [card]Mystic Remora[/card] und [card]Rhystic Study[/card]. Drei weitere Carddraw-Karten sind ebenfalls sehr gute Mutierziele. Vor allem [card]Hydroid Krasis[/card] ist eine der wichtigsten Karten im Deck und wird auch für eine unsere Combos benötigt. Zusätzlich können wir durch einige Karten im Deck Kreaturen aus dem Friedhof wiederholen, so dass wir im Idealfall mehrfach von unseren kreaturenbasierten Carddraw profitieren können.

Da wir sehr kreaturenlastig sind spielt das Deck nur drei Boardwipes. Zwei davon können wir idealerweise sogar so wählen, dass unsere wichtige mutierte Kreatur überlebt. [card]Damnation[/card] bietet den harten Reset falls wir den benötigen.

Unsere Interaktion findet neben den interaktiven Mutate-Fähigkeiten durch diese Karten statt. Das Deck spielt relativ wenig Interaktion, hier kann man sicherlich schrauben, sollte man das Powerlevel des Decks erhöhen wollen. Gerade Counterspells um seine Kreaturen zu beschützen könnte man einbauen. Letztendlich habe ich mich damit zufrieden gegeben, nach Möglichkeit nichts im Exil landen zu lassen und meinen Friedhof zu nutzen. Die Interaktion die wir spielen reicht von sehr stark ([card]Deadly Rollick[/card]) zu absolut broken (Oko). Das beste daran, man kann auf Elche mutieren!

Da wir jede Runde angreifen wollen, benötigen wir einige Karten die uns das Blocken erleichtern und das Blocken des Gegners schwieriger machen. [card]Propaganda[/card] und [card]Silent Arbiter[/card] sind perfekte Karten für diesen Zweck, der [card]Nachahmer der Ahnen[/card] bringt uns bei Bedarf jede Runde einen Blocker oder neuen Angreifer.

Combos:

Da unser Deck eigentlich nur durch Combat-Damage gewinnen kann und dies doch nicht in jedem Spiel machbar ist habe ich zusätzlich noch zwei Combos eingebaut. Beide sind meiner Meinung nach nicht zu stark und relativ aufwändig, so dass es auch gegen Casual-Decks bisher keine Beschwerden gab, wenn ich diese Combo landen konnte. Beide sind eher ein Plan C für dieses Deck, da wir keinerlei Tutoren spielen und diese als Option für das Lategame im Deck haben um hin und wieder einen Sieg zu erwieseln.

Die erste Combo generiert und unlimitiertes Mana und anschließend einen Combo-Kill:

Bloom Tender oder Zaxara gehen mit [card]Freed from the Real[/card] infinite und können anschließend durch [card]Villainous Wealth[/card] einen Spieler heraus nehmen oder euch bei x=50 ein rießiges Board bescheren.

Mit [card]Hydroid Krasis[/card] könnt Ihr eure gesamtes Deck ziehen und anschließend mit einem [card]Thassa’s Oracle[/card] Trigger gewinnen.

Die zweite Combo ist einer meiner neuen Favoriten. Hier könnt Ihr über [card]Titans‘ Nest[/card] und [card]Mnemonic Betrayal[/card] euren im Lategame rießigen Friedhof nutzen um so viele Karten wie möglich aus den Friedhöfen euren Gegner zu spielen. Entweder diese Combo gewinnt euch das Spiel, oder bringt zu mindestens einiges an Quatsch mit sich.

 

Das wären meine 99 Karten für das Otrimi-Deck!

Letztendlich findet Ihr hier meine komplette, umgebaute, Liste: Klick!

 

Falls Ihr noch Ideen habt welche Karten ich spielen muss oder vergessen habe, gerne in die Kommentare. Falls Ihr das Deck selbst habt könnt Ihr mir gerne schreiben wie Ihr es umgebaut habt!

 

 

 

Freakle

Content Creator und Sultai-Clanmitglied von MagicBlogsDe. Mehr über mich findet ihr in meinem Steckbrief und meine Artikel gibt es hier im Archiv. Weitere Infos und Neuigkeiten findet ihr auf meinem Twitteraccount @AnaFreakle oder in meinen Twitch Streams @bgFreakle.

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2 Antworten

  1. OlafTheMooss sagt:

    Season of growth könnte in dem Deck ganz nett sein. Hier und da nen scry mitnehmen und für jede Mutation ne Karte ziehen. Für ein 2 Mana enchantment garnicht übel.

    • Freakle sagt:

      Hei Olaf! Das ist auf jeden Fall ne Überlegung wert. Ich hatte es raus gelassen da der Scry nicht durchs mutaten funktioniert. Trotz allem ist wohl die Upside für n 2 CMC Enchantment durchs anzielen zu ziehen ausreichend das man es ins Deck packen könnte!

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